Ursprünglich gehörte das Gebiet, auf dem das Haus steht, den kirchlichen Besitztümern der Kirche des Heiligen Euphlius, die einst auf der gegenüberliegenden Straßenseite lag. Im Jahr 1840 erwarb die Familie Vojeikov das Grundstück und baute hier ein zweigeschossiges Steinhaus entlang der roten Linie der Straße.
1853 kaufte der altgläubige Kaufmann A.S. Tryndin das Gebäude und eröffnete darin ein Geschäft für optische und geodätische Instrumente. Sein Sohn Ivan setzte das Geschäft fort, schloss jedoch 1869 die Firma und verkaufte das Haus an seinen Schwiegervater, den Textilfabrikanten und altgläubigen Kaufmann I.P. Butikov. Butikov ließ das Gebäude umfassend umbauen, fügte ein Stockwerk hinzu und eröffnete ein Textilgeschäft. 1888 ging das Haus an die Tochter Butikovs über, die es an verschiedene ingenieurtechnische Firmen und für möblierte Zimmer vermietete.
1902 wurde der Kaufmann M.I. Mishin, Eigentümer des Handelsunternehmens "Ivan Mishin und Söhne", neuer Besitzer. Der Architekt I.T. Baryutin baute das Gebäude erneut um, wobei die alten Wände erhalten blieben, und errichtete ein vierstöckiges Gebäude. Die Straßenfassade ist mit Blumenarrangements, Bändern, Schnörkeln und Kartuschen geschmückt. Im obersten Stockwerk befinden sich bogenförmige doppelte Fenster, die von skulpturalen weiblichen Halbfiguren in ungewöhnlichen Kopfbedeckungen umrahmt sind.
Während des Vaterländischen Krieges wurde die Fassade des Gebäudes stark beschädigt, und die skulpturalen Verzierungen gingen teilweise verloren. Im Jahr 2010 wurde ein Dachgeschoss hinzugefügt, was die komplexe, unterschiedlich hohe Linie des Gebäudes veränderte.
Der ursprüngliche Innenraum ist teilweise erhalten geblieben. Die sphärischen Gewölbe im Eingangsbereich sind mit einem dichten, reliefartigen Ornament aus vielen Blumenköpfen geschmückt. Ein wahres Schatzstück ist die geschnitzte Holzdecke mit Malerei in einem der Büros im vierten Stock.
Nach dem Umbau wurden im Haus in der Myasnitskaya-Straße Geschäfte und Büros untergebracht. Lange Zeit befanden sich hier Maschinenbau- und Kesselräume der Gesellschaft mechanischer Werke der Brüder Bromley. Nebenan war das Büro von T.I. Hagen, das amerikanische Registrierkassen "National" verkaufte, die bis in die 1960er Jahre im sowjetischen Handel verwendet wurden.
Bis in die 1930er Jahre waren hier das technische Büro der Fabrik "Roter Metallarbeiter" und eine Werkstatt für die Montage und Reparatur von Nähmaschinen des Trusts "Gosshveimashina" untergebracht.
Nach dem Krieg wurden im Erdgeschoss mit großen Fenstern Geschäfte eröffnet, während die anderen Stockwerke von Abteilungen des Ministeriums für chemische Industrie, das sich im benachbarten Haus Nr. 20 befand, eingenommen wurden.
Derzeit gehört das Haus der Hochschule für Volkswirtschaft.
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