Diese Konstruktion, obwohl sie kein architektonisches Meisterwerk ist, stellt ein sehr interessantes Objekt dar. Zunächst einmal ist es ein Einkommenshaus, das von einem Bauern erbaut wurde. Wie gelang es einem Bauern, ein vierstöckiges Haus im neugotischen Stil im Zentrum Moskaus zu errichten?
Hier ist zu beachten, dass viele Moskauer Magnaten Ende des 19. Jahrhunderts aus Bauern stammten, oft in der ersten oder zweiten Generation. Nachdem sie reich geworden waren und Kaufleute wurden, zögerten einige von ihnen, ihren Stand offiziell zu ändern, da die Mitglieder der Kaufmannsgilde höheren Steuern unterlagen. Anton Frolov, der Eigentümer dieses Hauses, war einer dieser ehemaligen Bauern.
Der neugotische Stil des Gebäudes erinnert an die Vergangenheit des Viertels, wo sich die Deutsche Vorstadt befand, die seit dem 16. Jahrhundert von Ausländern besiedelt war. Unter Peter I. erlebte sie eine Blütezeit, aber im 19. Jahrhundert lebten hier hauptsächlich russische Kaufleute und Fabrikanten, während Ausländer fast nicht mehr vorhanden waren. Vor 150 Jahren war dies ein gewöhnlicher Moskauer Fabrikvorort. Der Architekt Viktor Mazyryn, an den sich Frolov wandte, zog historische Parallelen und versuchte, dem Viertel seinen früheren Ruhm zurückzugeben.
Frolov hatte ein kleines Grundstück, was die Konstruktion des Hauses beeinflusste. Es wurde sehr schmal, was für Moskauer Einkommenshäuser untypisch ist, aber an europäische Architektur erinnert.
Heute ist das Einkommenshaus Frolovs eine der Hauptattraktionen der Baumanskaja Straße. Es ist ein Wohnhaus: In der zweiten, dritten und vierten Etage wohnen drei Familien, je eine pro Etage. Das bemerkenswerteste Detail des Hauses sind die Glasfenster, die an Kirchen oder Kathedralen erinnern. Diese Glasfenster wurden in unserer Zeit rekonstruiert und sind von der Straße aus gut sichtbar. Wenn Sie abends am Haus Frolov vorbeigehen, vergessen Sie nicht, das Spiel des Lichts in den bunten Fenstern zu bewundern.
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