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Mietshaus, Architekt L.N. Kekushev

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Viele interessante Gebäude in Moskau, die im Jugendstil errichtet wurden, stammen von dem bekannten russischen Architekten Leo Nikolajewitsch Kekushev. Zu Beginn seiner Karriere arbeitete er im eklektizistischen Stil, wurde jedoch später ein Meister des Jugendstils. Sein erstes Werk in Moskau waren die Chludov Zentralbäder, die 1890 erbaut wurden. Später entstanden die Geer-Wohltätigkeitsanstalten in der Oberen Krasnoselski-Straße, die Mietshäuser von A.S. Gagarin in der kleinen Warsanofjewski-Gasse und I.P. Isakow in der Prechistenka, das Herrenhaus von I.A. Mindowski in der Powarskaja-Straße und das Haus von Kekushev selbst in der Ostozhenka.

Ein hervorragendes Beispiel für Kekushevs Jugendstil ist das 1902 in der Silbergasse errichtete Mietshaus. Die Gasse erhielt ihren Namen zu Ehren der Meister des alten staatlichen Silberhofs, die hier früher lebten. Das Haus befindet sich an der Ecke zur Krivonikolski-Gasse. An dieser Stelle stand zuvor ein kleines Herrenhaus, in dem der junge Sergei Rachmaninow nach dem Abschluss des Konservatoriums wohnte. Dieses Herrenhaus wurde abgerissen, und an seiner Stelle baute Kekushev ein neues Gebäude für die chirurgische Klinik von Dr. S.M. Rudnew.

In diesem Gebäude verbindet sich der Jugendstil mit Elementen des Neoklassizismus, was sich in Details wie der Rustizierung der Wände, den kannelierten Säulen an den Erkern und den Medaillons zwischen den Fenstern zeigt.

Während der Revolution von 1905 befand sich im Haus ein Verbandplatz, später wurde es zum Wohnort von Menschen kreativer Berufe. Von 1913 bis 1939 lebte hier der Bildhauer V.N. Domogatsky, und in den 1920er und 1930er Jahren die Künstler des kleinen Theaters Mikhail Lenin und Vladimir Lebedev. Hier war auch die kreative Vereinigung der Moskauer und Leningrader Künstler und Grafiker „Zhar-tsvet“ untergebracht, die 1923 von Meistern wie A.P. Ostrova-Lebedeva, N.E. Lansere, M.A. Voloshin, K.S. Petrov-Vodkin und V.A. Vatagin gegründet wurde.

Derzeit befindet sich in dem Gebäude das Zentrale Militärklinikum Nr. 2 namens P.V. Mandryka, und der Zugang zum Inneren ist eingeschränkt, da das Krankenhaus unter Schutz steht.

Geo-Punkt

Доходный дом, архитектор Л.Н. Кекушев

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