Wladimir Dikson, russischer Dichter und Emigrant.
Der zwanzigste Jahrhundert schenkte der Welt viele russische Dichter, deren Namen heute weitgehend vergessen sind. Unter ihnen war Wladimir Walterowitsch Dikson, geboren in der Provinz Nischni Nowgorod, Sohn eines amerikanischen Unternehmers, der ins Russische Kaiserreich zog. Dikson, ein russischer Emigrant, verstarb tragisch im Alter von 29 Jahren im Exil.
Wladimir Walterowitsch wurde am 29. März 1900 geboren. Seine Eltern waren glücklich verheiratet und zogen kurz nach seiner Geburt nach Podolsk, wo er seine Kindheit verbrachte. Dikson erhielt eine ausgezeichnete Ausbildung, sprach mehrere Sprachen fließend und interessierte sich schon in jungen Jahren für Poesie. Trotz amerikanischer und polnischer Wurzeln wurde er orthodox getauft und betrachtete sich als Russen. Sein Leben in der Heimat war jedoch kurz, mit 17 Jahren verließ er Russland aufgrund politischer Umwälzungen und Blutvergießens.
Im Exil lebte er zunächst mit seinen Eltern in den USA, wo er an der Harvard-Universität studierte und einen Master-Abschluss erwarb. Später zog er nach Frankreich, um eine Führungsposition in der Pariser Niederlassung der Firma „Singer“ zu übernehmen. Dort unterstützte er aktiv russische Emigranten. Trotz seines kurzen Lebens wurde Dikson ein bekannter Dichter und beschäftigte sich mit wohltätischen Übersetzungen der Poesie der Weißen Emigranten. In der heutigen Zeit wurden seine Gedichte vertont und als Lieder aufgeführt.
1924 veröffentlichte er einen Gedichtband „Stufen“, und 1927 erschien sein Prosaband „Blätter“. Das Schicksal des jungen Dichters nahm eine tragische Wendung: Anfang Dezember 1929 entzündete sich sein Blinddarm, und eine einfache Operation führte zu einer Embolie, die am 17. Dezember zu seinem Tod führte. Seine Eltern überführten seinen Leichnam in die USA und bestatteten ihn in New Jersey. Im folgenden Jahr erschien zu Ehren des Dichters ein posthumer Sammelband seiner Gedichte und Prosa, der ein ewiges Denkmal seines Schaffens wurde.
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