Pawel Grigorjewitsch von Derwis, der über ein beträchtliches Vermögen verfügte, war bekannt für seine umfangreiche Wohltätigkeit sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. Im Jahr 1872 wandte er sich an den Moskauer Generalgouverneur W.A. Dolgorukow mit der Bitte, den Bau einer Kinderklinik zu genehmigen, um seiner verstorbenen älteren Kinder zu gedenken, die in Russland gestorben waren. Zu diesem Zeitpunkt hatte er zwei Söhne verloren: Wladimir (1854, 1855) und Andrei (1868, 1869). In seinem Schreiben an den Generalgouverneur bemerkte Derwis: „In Moskau habe ich die besten Jahre meiner öffentlichen Tätigkeit verbracht. Daher möchte ich hier, und ausschließlich durch die Schaffung einer vorbildlichen Kinderklinik, das Andenken an all meine älteren Kinder, die ich in Russland verloren habe, verewigen. Für dieses edle Vorhaben stelle ich ein Kapital von viertausend bereit.“ Er stellte auch drei Bedingungen auf: Die Klinik sollte den Namen St. Wladimir tragen, nach dem Vorbild der Klinik des Prinzen Oldenburg in Petersburg gebaut und unterhalten werden, und es sollten dauerhaft 100 kostenlose Plätze für Waisen und Kinder aus armen Familien reserviert werden.
Dank der Spenden und der von Derwis bereitgestellten Mittel wurde 1876 unter der Leitung des Moskauer Stadtoberhaupts Fürst A.A. Schcherbatoff in Moskau das Wladimir-Kinderkrankenhaus gegründet, das nach seinem ältesten Sohn benannt wurde. Bis zur Revolution wurde das Moskauer Krankenhaus St. Wladimir auf den Pariser und Allrussischen Ausstellungen als vorbildlich anerkannt. Es erhielt besondere Anerkennung und eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Brüssel als das beste Kinderkrankenhaus in Europa. In der Sowjetzeit war es als Kinderkrankenhaus Russakowskaja bekannt.
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