← Zum Feed · Karte

Holzpalast der Naryshkins

Фото 1
Holzpalast der Naryshkins

Sich diese Ruinen und den Haufen zerbrochener Ziegel anzusehen, ist es schwer zu glauben, dass hier einst das Leben pulsierte: laute Bälle fanden statt, Kinderlachen ertönte, Hochzeiten wurden gefeiert. An den überfluteten Ufern der Flüsse Tsna und Vysha weideten Kühe, und im Gut Bykova Gora gab es eine Werkstatt für Perlenstickerei und Teppichherstellung. Dieses Dorf in der Region Rjasan gehörte dem Oberkammerherrn Emmanuel Naryshkin. Im Jahr 1871 baute er hier ein zweigeschossiges Haus mit Balkon, Veranda und überdachter Galerie, die in einen steinernen Anbau führte. Das Haus stand auf massiven Steinbögen, und das Anwesen zeichnete sich durch spitzbogige Fenster aus. Der gesamte Komplex war im neorussischen Stil gestaltet, einschließlich des Verwalterhauses mit achteckigem Turm und Galerie.

Das architektonische Ensemble wurde durch Alleen, Parks mit Pavillons und ein Gewächshaus ergänzt, in dem Pfirsiche und Aprikosen blühten. Die Naryshkins kümmerten sich auch um die einheimischen Bauern, die keine Leibeigenen mehr waren, indem sie für sie ein Krankenhaus und eine Schule bauten. Außerdem wurden Sägewerke, Teerfabriken, Brennereien und Glasfabriken errichtet. Bykova Gora war für ihre Perlenstickerei bekannt: Die Handwerkerinnen stellten Teppiche, Spitzen für Hochzeitskleider, Unterwäsche und Tücher her, die auf den Guberniums-Märkten gefragt waren.

Im September 1886 besuchten das Großherzog Sergei Alexandrowitsch mit seiner Frau, der Großherzogin Elisabeth Fjodorowna, und dem Sohn von Alexander II, Pawel Romanow, das Anwesen. Ab 1918 begann das Anwesen zu verfallen: Es wurde nationalisiert, die Witwe von Naryshkin wurde zum Tode verurteilt, starb jedoch während der Überführung an einem Herzinfarkt. Später wurde hier ein Pionierlager eingerichtet und dann ein Tuberkulose-Sanatorium. Mit der Zeit verfiel der gesamte Komplex und verwandelte sich in ein Geistergut. So erging es einem weiteren prächtigen Herrenhaus.

Geo-Punkt

Деревянный дворец Нарышкиных

Kommentare