Viele von Ihnen haben sicherlich die Zeilen aus dem bekannten Lied über die Singer-Nähmaschine gehört, aber nicht jeder weiß von der prächtigen Datscha des Eigentümers der Firma 'Singer', die sich in Sankt Petersburg befindet. In der Zeit vor der Revolution war diese Datscha-Siedlung eine halbe Stunde mit dem Zug vom Finlyandsky Bahnhof entfernt und galt als sehr prestigeträchtig. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts erwarb Heinrich-Friedrich (Heinrich Heinrichowitsch) Bertling hier ein Grundstück und begann mit dem Bau einer neuen Datscha. Der Name des Architekten des Projekts ist bis heute nicht erhalten geblieben, aber seine Arbeit ist großartig gelungen. Das Hauptgebäude der Datscha, zweigeschossig, wurde aus kunstvoll bearbeiteten Baumstämmen errichtet, die das Auge zahlreicher Touristen erfreuen.
Die Datscha wurde 1908 erbaut und gehörte der Familie Bertling bis 1915, als die verwitwete Frau Bertling sie an den Ingenieur Widstedt verkaufte. Der neue Besitzer nutzte die Datscha nicht lange und entschied sich, kein Risiko einzugehen, und verließ Russland im Jahr 1917. Nach seiner Abreise gelangte die Datscha bald in die Hände der Bolschewiki, die, Gerüchten zufolge, hier die Entscheidung über den bewaffneten Umsturz trafen, der als Oktoberrevolution bekannt ist. Dank dieses Ereignisses wurde die Datscha nicht wie viele andere historische Villen zerstört, sondern wurde als Museum genutzt. Lange Zeit hatte die Ausstellung ausschließlich propagandistischen Charakter. Heute befindet sich im Haus nach wie vor ein Museum, das jetzt als Kinder-Museum für historische Bildung bekannt ist. Wir wissen nicht, was dort den Kindern beigebracht wird, aber man kann sich freuen, dass das Haus selbst erhalten geblieben ist.
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