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Die Datscha des Prinzen von Oldenburg: Keine Ruhe für die alte Datscha...

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Die Zeit schont nicht einmal Ziegelpaläste und Festungen, und Holzbauwerke, die der baltischen Feuchtigkeit und den Winden ausgesetzt sind, leiden noch mehr. Daher hat die auf wundersame Weise erhaltene Datscha des Prinzen Peter von Oldenburg, Enkel von Paul I., auf der Steinhofinsel in St. Petersburg einen besonderen historischen Wert.

Sommerhaus des Grafen Tschernyschew

Das Grundstück wird erstmals 1787 erwähnt, als es der Großfürst Paul, Sohn von Katharina II. und Peter III., der Hofnäherin schenkte. Acht Jahre später verkaufte Madame Bilyo das Land an Graf Ivan Grigorjewitsch Tschernyschew, der sofort beschloss, darauf ein Häuschen zum Entspannen von der städtischen Hektik zu bauen.

Das zukünftige Haus der Oldenburger unterschied sich stark von den gewohnten Landhäusern und erinnerte eher an ein Gewächshaus. Hohe Fenster ließen viel Licht herein, und die Räume versanken im Grün. Selbst schlechtes Wetter konnte den Aufenthalt zwischen Blumen und Pflanzen nicht verderben. Während des Bauprozesses fügte der Graf dem Anwesen noch zwei kleine Parzellen hinzu.

Das Gebäude wurde in ein klassisches Landhaus umgebaut. Genau wer das Projekt leitete, ist nicht bekannt, aber viele Historiker neigen zur Version, dass es der Architekt Luigi Ruska war.

Fürstliches Geschenk an den Prinzen

Am 30. Juni 1830 verkaufte Tschernyschew das Anwesen an Fürst Dolgorukow, der bereits ein Grundstück auf der Steinhofinsel besaß und hier ein luxuriöses Herrenhaus für den Prinzen von Oldenburg errichten wollte.

Die neue Datscha wurde im klassizistischen Stil vom Architekten Smagard Schustow erbaut, der Erfahrung mit ähnlichen Projekten hatte. Zu seinen Arbeiten gehören die Landhäuser des Fürsten Gagarin und das Haus Beklemischev. Der Bau dauerte zwei Jahre, und 1833 übergab Dolgorukow das Haus an Peter Georgijewitsch von Oldenburg.

Das Anwesen entsprach dem Status des Eigentümers: zwei repräsentative Treppen, eine Rotunde, Fassaden mit Portiken und Säulen, gekrönt von einer Kuppel. Die italienischen Fenster auf der Südseite wurden zu einer wahren Zierde.

Und keine Ruhe für die alte Datscha

Im Jahr 1837 wurde das Gebäude erneut umgebaut: Die Balkone an der Nord- und Westseite wurden geschlossen und in Zimmer umgewandelt, während die Innenräume nach dem neuesten Modetrend erneuert wurden. Die Rekonstruktion leitete der Architekt Andrei Schtakenshneider. 1839 fügte Wassili Stasow einen zweigeschossigen Anbau hinzu, ohne die allgemeine Geometrie der Räume zu verändern.

Im Jahr 1841 erhielt die Datscha ein Wohnflügel und eine Waschküche unter der Leitung des Architekten Lew Tiblen. 1869 fand eine umfassende Umgestaltung aller angrenzenden Gebäude statt. Das Anwesen wurde zu einem Rückzugsort für die Familie des Prinzen und seine Freunde, wie die Aufzeichnungen in ihren Tagebüchern belegen.

Hier versammelte sich die High Society, es wurden Bälle veranstaltet und Musik erklang. Das geräumige Holzhaus des Oldenburger war ideal für Vergnügungen. Doch im Laufe der Zeit wurde die Datscha vernachlässigt, da sich die Gesundheit des Prinzen verschlechterte und er ohne fremde Hilfe die Treppen nicht mehr steigen konnte.

Eine Reihe von Unglücken

Das verlassene Gebäude wurde von der Flut im Jahr 1924 heimgesucht, als das Wasser um 370 cm über dem Normalstand anstieg. Die Hälfte von Leningrad, einschließlich der Steinhofinsel, versank unter Wasser.

Nach der Renovierung im Jahr 1928 wurde die Datscha in den Wohnungsbestand aufgenommen und dem Allrussischen Blindenverband übergeben. Die Planung wurde für kommunale Wohnungen geändert, wodurch die einzigartigen Innenräume zerstört wurden. Im Jahr 1930 brach im Gebäude ein Feuer aus, das die Kuppel zerstörte, die sieben Jahre später wiederhergestellt wurde.

Eine interessante Tatsache: Brände, wie auch Überschwemmungen, wurden zum Fluch der Stadt. So wurde durch das Feuer die Kirche der heiligen Anna in der Kirschstraße fast vollständig verloren.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts befand sich im Haus ein Studentenwohnheim des Medizinischen Instituts. Und wieder zerstörte ein Feuer fast das gesamte Gebäude, es war eine umfassende Rekonstruktion erforderlich. Letztendlich wurde die Datscha abgerissen und bis 1989 wiederhergestellt.

Ein Stück Geschichte auf der Steinhofinsel

Heute hat das Anwesen den Status eines Kulturdenkmals und ist ein seltenes Beispiel für einen kleinen Holzpalast. Im Jahr 2017 wurde es von einem privaten Investor zum Bau eines Hotels erworben. Der neue Eigentümer bewertete den Zustand des Gebäudes negativ: Risse im Fundament, überfluteter Keller, die Bemalung der Kuppel und die Innenräume benötigen ernsthafte Reparaturen.

Doch selbst in diesem Zustand schmückt das Haus den Blick auf die Kleine Newa.

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