Die Sammlung von Mitteln für den Bau der Kirche begann im Oktober 1899, und der Bau selbst startete im Sommer 1906 nach Projekt Nr. 8 aus dem Synodalalbum. Der Protopresbyter I. Korenin leitete den Kuratoriumsrat, der für den Bau verantwortlich war. Der Architekt A.A. Folbaum aus Jenisseisk nahm kleine Änderungen am Projekt vor. Die Hauptspender waren die Minusiner Kaufmannsfamilie Zaitsev. Der Bau wurde unter der Leitung des Minusiner Kaufmanns A.V. Telegin und der Auftragnehmer V. Safronov, S. Tschernow, F. Frolov und G. Okhmutski durchgeführt. Im Juni 1911 wurde der Bau abgeschlossen, und am 25. September 1911 weihte Bischof Jewfimy die Himmelfahrtskirche.
Die Kirche befindet sich an der westlichen Seite der Kornew-Straße. Das zweigeschossige Backsteingebäude hat eine längsachsig angeordnete Planung: der Altarapsis, der quadratische Tempel und der Vorraum mit Treppenaufgang folgen auf der Achse Ost-West. Das kubische Volumen des Tempels ist in einer kreuzkuppelartigen Anordnung mit vier inneren Stützen ausgeführt. Die Querschnittsachse des Gebäudes wird durch breite Vorbauten aus Steinquadern hervorgehoben. Die Decken im Tempel sind gewölbt. Das achteckige Fundament des zentralen Zeltes ist erhalten geblieben. Die Altarapsis endet mit einem dreieckigen Giebel, und das Sockel ist aus Naturstein gefertigt.
Die Fassaden des Gebäudes sind mit Pilastern mit originellen Kapitellen geschmückt. Hohe Fenster mit halbrunden Stürzen sind von Backsteinrahmen umgeben. Die nördlichen und südlichen Eingänge sind durch gekoppelte „venezianische“ Fenster hervorgehoben. Die Türportale sind mit Backsteinrahmen mit den Fenstern verbunden. Die Traufe hat einen erheblichen Überstand. Unter den Fenstern befinden sich „P“-förmige Füllungen. In den Fenstern sind Holzrahmen erhalten geblieben. Teilweise sind figürliche Regenrinnen erhalten geblieben. Das Dach ist geneigt und aus Metall. Die Abmessungen des Gebäudes betragen 36,0 auf 22,5 Meter.
In den 1930er Jahren wurden Elemente der fünfkuppigen Struktur abgerissen, und die Innenausstattung ging verloren. In der Nordwand des Vorraums wurde ein neues Fenster eingebaut. Die metallischen Regenrinnen mit figürlichen Trichtern sind ebenfalls verloren gegangen. In den 1960er Jahren wurden einstöckige Anbauten an die südlichen und östlichen Fassaden angebracht, die die Harmonie des Gebäudes stören.
Die Kirche ist ein wertvolles Beispiel für die orthodoxe Architektur des späten 19. Jahrhunderts im „Backstein-Stil“.
Im Jahr 1984 wurde die Kirche der Himmelfahrt des Herrn als Denkmal von lokaler Bedeutung anerkannt und in das staatliche Register der Objekte des kulturellen Erbes aufgenommen.
Seit 2002 begannen die Gläubigen, sich für die Rückgabe der Kirche einzusetzen. Mehr als fünf Jahre lang gab es gerichtliche Auseinandersetzungen über die Wiederherstellung der Rechte an den Kirchengütern, und erst 2009 wurde die Genehmigung erteilt. Der Tempel wartet auf Restaurierung und Wiederherstellung der Kuppeln.
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