Laut den Erzählungen von Wladimir Nikolajewitsch Iwanzow, einem Bewohner des Dorfes Zelenzowo, stand hier im 17. Jahrhundert eine Holzkirche. Im 19. Jahrhundert begann auf Wunsch der Gemeindemitglieder und mit ihrer Unterstützung der Bau einer Steinkirche zu Ehren des Sieges über Napoleon im Jahr 1812. Aufgrund der niedrigen Lage von Zelenzowo wurde beschlossen, einen Erdhügel zu schaffen, auf dem die Kirche errichtet wurde. Der Bau dauerte lange, und erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche fertiggestellt und geweiht.
Die fünfkuppelige orthodoxe Kirche war geräumig und gut mit liturgischen Geräten ausgestattet. Die Ausstattung zog die Gemeindemitglieder an, in der Kirche befanden sich reich verzierte Ikonen, geschmückt mit goldenen und silbernen Münzen. Die Kirche hatte drei Altäre: den Hauptaltar zu Ehren der Erhebung des Kreuzes des Herrn, den zweiten zu Ehren des Heiligen Geistes und den dritten zu Ehren des heiligen Sergius von Radonesch.
Die Gemeinde umfasste die Dörfer Weschnowo, Gornewo, Goryschowa, Altuchowo, Nowo, Bolschoi Lug und das Dorf Zelenzowo selbst. Das Dorf war recht groß und zählte etwa 1000 Haushalte und über 2500 Einwohner. Vor der Revolution war Zelenzowo für die Filzherstellung bekannt. Wohlhabende Bauern, die mit der Filz- und Hutproduktion beschäftigt waren, wurden „Kaufleute“ genannt und halfen aktiv beim Bau der Steinkirche.
Neben der Kirche befand sich ein Friedhof, auf dem die Kirchenbediensteten beerdigt wurden. Laut den erhaltenen metrischen Büchern dienten in der Gemeinde die Priester: Nikolai Schwedow, Alexander Lubyanski, Alexander Krylow, Ioann Solotarjow, Pawel Serebrowski und Nikolai Schepitow. Ende der 1890er Jahre wurde 50-70 Meter von der Kirche entfernt eine kirchliche Schule gebaut, in der 20 Kinder unterrichtet wurden. Auch in Zelenzowo gab es damals eine Kapelle.
In den 1930er Jahren begann die Zerstörung der Kirchen. Die Glocken wurden abgenommen, die liturgischen Geräte wurden verteilt. Laut Wladimir Nikolajewitsch Iwanzow wurden viele Ikonen mit Wagen aus dem Dorf transportiert. Im Jahr 1937 wurde der Priester Nikolai Schepitow wegen „antisozialistischer Propaganda“ verhaftet. Gerüchten zufolge wurde er, wie viele andere, erschossen. Dokumente bestätigen: Er wurde am 18. November 1937 verhaftet und am 26. Dezember desselben Jahres erschossen.
Heute befindet sich die ehemalige Kirche im Namen der Erhebung des Kreuzes des Herrn in einem halbzerstörten Zustand.
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