Der Bau der Himmelfahrtskirche in Kungur begann in den 1750er Jahren. Am 15. Februar 1755 wurde in Anwesenheit des Bischofs von Wjatka und Großperm, Antonij, die warme Nebenkirche, die dem heiligen Stefan von Großperm gewidmet war, geweiht, der in der Region Perm beliebt war. Die Bauarbeiten dauerten weitere sechs Jahre, und am 16. Juni 1761 fand die Weihe der Hauptkirche der Himmelfahrt statt, die kalt war. 1774 wurde in der Nähe am Ufer des Flusses Sylva die Minin-Kirche erbaut, deren Gebäude bis heute nicht erhalten geblieben ist.
Das ursprüngliche Aussehen der Himmelfahrtskirche blieb bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erhalten, danach begannen ihre Rekonstruktionen. Mit Mitteln der Kungurer Kaufleute K.E. Kuznetsov und V.E. Yukhnev wurde eine zweite Nebenkirche im Namen der Schutzmantel der Gottesmutter erbaut, die am 4. November 1854 geweiht wurde. Neun Jahre später begann die Rekonstruktion des westlichen Teils und der Bau eines neuen Glockenturms. Die Arbeiten wurden unter der Leitung des Kirchenältesten E.S. Zyryanov und nach dem Projekt des Architekten N.N. Chernitsky durchgeführt und 1871 unter der Aufsicht des Ingenieurs R.I. Karvovsky und M.I. Gribushin abgeschlossen. Der neue Glockenturm erreichte eine Höhe von 60 Metern und war mit einem massiven Spitzdach geschmückt. Ende des 19. Jahrhunderts galt die Kirche als die reichste in Kungur dank der kostbaren Verkleidungen der Ikonen. 1910 wurde sie zusammen mit drei Ikonostasen auf 50000 Rubel geschätzt.
In der Sowjetzeit wurde die Himmelfahrtskirche, wie viele Kultstätten in Kungur, verändert. 1922 wurden unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Hunger die silbernen und vergoldeten Verkleidungen der Ikonen beschlagnahmt. Im Oktober 1935 wurde die Kirche geschlossen und ihr Gebäude einer Fahrschule zur Umwandlung in Wohnraum übergeben. Der Direktor der Schule erhielt den Auftrag, den Glockenturm und die Kuppeln abzureißen. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude als Unterkunft für Arbeiter einer Maschinenbauanlage, die aus den besetzten Gebieten evakuiert wurden. Später wurde hier eine Kindersportschule eröffnet.
Im Jahr 1972 wurde das Gebäude der Himmelfahrtskirche in die Liste der Denkmäler der Stadtplanung und Architektur der Region Perm aufgenommen.
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