Das Dorf Demjanowskoje, gelegen am Fluss Irtysch im nördlichen Teil der Region Tyumen, besteht seit über 370 Jahren. In Sibirien begann der Bau orthodoxer Kirchen mit der Gründung von Siedlungen, und Demjanowskoje bildete da keine Ausnahme. Die Bauern entschieden, dass die Kirche stabil, schön und unbedingt aus Stein sein sollte. Die Kirche zu Ehren der Himmelfahrt der Gottesmutter im Tobolsker Ujesd des Dorfes Demjanowskoje wurde 1831 dank der Bemühungen der Gemeindemitglieder nach einem Plan, der 1800 erstellt wurde, erbaut.
Laut der Kirchenstatistik war der Tempel aus Stein, zweigeschossig, mit einem gleichartigen Glockenturm, umgeben von einem Holzzaun. Innerhalb des Kirchenzauns befand sich ein Wachhaus. Die Kirche hatte drei Altäre: im oberen Stockwerk zu Ehren der Himmelfahrt der Gottesmutter, im unteren zu Ehren des heiligen Nikolaus des Wundertäters und im Altar des ersten Stocks, auf der Nordseite, zu Ehren des Alexius, des Gottesmannes.
Vor der Revolution wurde in der Kirche ein besonders verehrtes Ikone des Alexius, des Gottesmannes, aufbewahrt, zu der am 17. März viele Menschen strömten. Auf dem Gemeindefriedhof gab es eine Kapelle im Namen des Lazarus des Vier-Tages.
1936 begann die Zerstörung der Kirche. In ihren Mauern wurden MTS untergebracht, dann wurde im Erdgeschoss eine Sowchosegarage eingerichtet und im zweiten Stock ein Klub.
1996, nach der Schließung des Sowchos, begannen die Gemeindemitglieder, hauptsächlich Rentnerinnen, die zerstörte Kirche mit eigenen Kräften wiederherzustellen. Allmählich, mit Gottes Hilfe, begann sie, ihr früheres Aussehen zurückzugewinnen. Die ersten Gemeindemitglieder erinnern sich, dass sie einen solchen Erfolg bei der Wiederherstellung der Himmelfahrtskirche nicht erwartet hatten.
1997 führte der Bischof von Tobolsk und Tyumen, Dimitri, zusammen mit Lehrern und Studenten des Tobolsker theologischen Seminars einen Arbeitseinsatz zur Reinigung der Kirche durch, traf sich mit den Bewohnern und gab ein Konzert geistlicher Lieder, um an die Bedeutung der Wiederherstellung der Kirche zu erinnern.
Jetzt ist das Erdgeschoss der Kirche wiederhergestellt, wo Gottesdienste stattfinden. Der zweite Stock benötigt eine Konservierung, um zumindest den aktuellen Zustand zu erhalten. Doch für die kleine Dorfgemeinde ist das nicht möglich, und für den Abschluss der Restaurierung sind erhebliche finanzielle Mittel erforderlich.
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