Die erste Holzkirche wurde 1719 erbaut und zu Ehren der Himmelfahrt der Gottesmutter geweiht. 1748, nach einem Brand, wurde der Tempel mit Mitteln des Eigentümers des Dorfes, Graf A.E. Musin-Puschkin, neu errichtet. Es entstand ein zweiter Altar, der den drei Heiligen gewidmet war: Johannes Chrysostomus, Gregor dem Theologen und Basilius dem Großen.
Von 1820 bis 1826 wurde mit Mitteln der neuen Eigentümerin des Dorfes, E.F. Muravyeva, eine Steinkirche nach dem Entwurf des Architekten I.I. Mejezkij errichtet. Der dritte Altar wurde zu Ehren der heiligen Märtyrerin Katharina geweiht. Bald wurde auch die Eigentümerin des Dorfes zur Märtyrerin: Sie bat den Herrn, das Schicksal ihrer Söhne, der Dekabristen, Nikita und Alexander Muravyev, die nach Sibirien verbannt wurden, sowie ihrer Schwiegertochter, die Nikita folgte, und deren Kinder zu erleichtern. Der Tempel zeichnete sich nicht durch Reichtum aus, zog aber die Aufmerksamkeit durch das Ikone der heiligen Katharina auf sich, für die die Gemeindemitglieder E.F. Muravyeva dankten, nachdem sie 1847 befreit wurden.
In den 1930er Jahren war das Schicksal des Tempels ähnlich wie das anderer. Die Verfolgungen begannen 1933, und 1938 wurde der Tempel geschlossen. 1944 versuchten die Gläubigen, seine Wiedereröffnung zu erreichen, erhielten jedoch eine Ablehnung. 1945 wurde nach einer Besichtigung der Kirche festgestellt: „Der Raum ist leer, es gibt keinen Boden, kein Kultgerät, keine Malerei, außen fehlen die Kuppeln, die Vorhalle und die Sparren sind zerbrochen, das Heizsystem ist zerstört.“
Lange Zeit wurde das Gebäude als Sammelpunkt für „Zagotzerna“ genutzt. 1949 wurde dort eine Werkstatt für die Reparatur von Autos eingerichtet, später die Lehrwerkstätten der Schule Nr. 4. In der Kantine wurden Sportgeräte gelagert, und an Feiertagen wurden Pioniere aufgenommen. Im Laufe der Zeit wurden moderne Werkstätten gebaut, und das Gebäude der Kirche begann zu verfallen.
Die Himmelfahrtskirche wurde zur ersten Kirche in der Stadt, die dank der Bemühungen der Gemeindemitglieder wiederhergestellt wurde. Die Gottesdienste wurden 1991 wieder aufgenommen.
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