In den 1980er Jahren waren alle, die durch die Gazetny-Gasse (früher bekannt als Stroganovsky, Uspensky, in den Jahren 1920 und 1993, Ogaryova-Straße) gingen, von dem ungewöhnlichen Gebäude der Telefonstation für Fernverbindungen beeindruckt. Nur das Zelt des ehemaligen Glockenturms erinnerte daran, dass dieses Gebäude einst eine Kirche war. 1998 wurde die Station verlegt und das Gebäude erhielt wieder das Aussehen eines Tempels.
Die erste schriftliche Erwähnung der Kirche an diesem Ort stammt aus dem Jahr 1601, obwohl Historiker glauben, dass der erste hölzerne Tempel hier 1530 errichtet wurde, was einem der ältesten Moskauer Stadtteile seinen Namen gab. In diesem Gebiet der Weißen Stadt floss ein Bach, der in den Neglinnaya-Fluss mündete und den Moskauer Bürgern während der Frühlingsüberschwemmungen viele Probleme bereitete.
Der erste steinerne Tempel wurde 1647 mit Mitteln des Gemeindemitglieds Grigori Gorikhvostov errichtet und stand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.
Das moderne Aussehen erhielt die Kirche 1860, als der Moskauer Kaufmann S.A. Zhivago den Architekten A.S. Nikitin beauftragte, die Kirche der Himmelfahrt der Heiligen Gottesmutter in der Uspenski-Vrazhka zu bauen. Die Weihe wurde von Metropolit von Moskau Filaret (Drosdov) durchgeführt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war dies eine der schönsten Kirchen Moskaus.
Die Kirche zeichnete sich durch ihre Innenausstattung aus. Über der südlichen Fassade erhob sich ein Kokoschnik mit Reliefs, der an italienische Tempel der Renaissance erinnerte. Zweifellos orientierte sich die Kirche am neuen Moskauer Tempel Christi des Erlösers. Die Skulpturen wurden aus englischem Portlandzement gefertigt, was zu jener Zeit eine Neuheit war, wie der Bildhauer Nikolai Ramazanov bemerkte.
Im Jahr 1910 wurde das 50-jährige Bestehen der Kirche feierlich begangen, aber 1924 wurde sie geschlossen und als historisches Archiv genutzt. Dabei ging der prächtige Kokoschnik, der die südliche Fassade krönte, verloren.
Der Telefonknoten wurde 1979 hier eröffnet. In den Zarenportalen wurde ein Fenster für den Münzwechsel geschaffen, und entlang der Wände wurden Kabinen für Gespräche installiert.
1998 wurde das Gebäude den Gläubigen zurückgegeben. Im Zuge der Restaurierung wurde der Kokoschnik wiederhergestellt und die Innen- und Außendekoration der Kirche rekonstruiert.
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