Die Kirche des Heiligen Geistes, auch bekannt als die Peter-Pauls-Kirche, ist eine griechisch-katholische und später orthodoxe Kirche in Minsk. Sie wurde im 16. Jahrhundert auf dem Hohen Markt von Minsk, heute Platz der Freiheit, erbaut.
Ursprünglich gehörte die Kirche der unierten Kirche, wurde jedoch nach der dritten Teilung Polens im Jahr 1795 der orthodoxen Kirche übergeben und erhielt den Namen Peter-Pauls-Kirche.
Im Jahr 1617 wurde neben der Kirche das männliche Heilig-Geist-Kloster gegründet, und ab 1641 begann der Bau des weiblichen Klosters. So entstand in Minsk ein prächtiger Komplex unierter basilianischer Klöster, der bis ins 19. Jahrhundert eine Zierde der Stadt blieb.
Während des Krieges mit Russland von 1654 bis 1667 wurden die minsker basilianischen Klöster zu Verteidigungszwecken genutzt und bildeten eine Art Festung. Der Männertrakt mit der Kirche bildete die südwestliche Seite, während der Frauenbereich die nordöstliche Seite darstellte. Sie waren durch eine überdachte Galerie mit kleinen Schießscharten verbunden, die auch als Eingangstor diente. Auf der vierten Seite war der Klosterhof wahrscheinlich durch eine im 17. Jahrhundert erwähnte Steinmauer abgeschlossen. Es handelte sich um einen einheitlichen, abgeschlossenen Komplex.
Im Jahr 1835 wurde die Kirche durch ein Feuer beschädigt und erheblich umgebaut. 1839 wurde die orthodoxe Reliquie, das Minsk-Eikon der Gottesmutter, in die Kathedrale zurückgebracht.
Im Jahr 1893 wurde das Erscheinungsbild des Gebäudes durch den Anbau eines Glockenturms mit Zelt und fünf Zwiebelkuppeln bis zur Unkenntlichkeit verändert. 1930 wurde die Kathedrale geschlossen und der Getreidesammelorganisation übergeben, und im selben Jahr wurde das Glockenläuten in der Stadt verboten. 1936 wurde der Tempel gesprengt, und an seiner Stelle wurde ein Tierpark eingerichtet.
Im Jahr 2009 begann die Wiederherstellung des Kirchengebäudes nach dem Entwurf des Architekten Sergej Baglasow, die 2011 abgeschlossen wurde. In der wiederaufgebauten Kirche befindet sich jetzt die Kinderphilharmonie. Die alten Fundamente der Kirche können besichtigt werden, indem man in das Untergeschoss des Gebäudes hinabsteigt.
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