Der Name des Dorfes, das fünfzehn Kilometer von Jaroslawl auf dem Weg nach Danilow liegt, ist mit dem Namen Gabriel verbunden, verkürzt "Gawsha". Im 17. Jahrhundert gehörte das Dorf dem adligen Boyarenhaus Dolgowo-Saburov, und in den 1620er Jahren ging es in den Besitz des Tolga-Klosters über. Im Dorf befindet sich die Spasskaja-Kirche, die 1773 im traditionellen Stil der jaroslawler Landkirchen des 18. Jahrhunderts erbaut wurde.
N.S. Borisov beschreibt in seinem Buch "Jaroslawski Sawolzhje" die Kirche als mit einer längsachsig angeordneten Struktur, einschließlich der Kirche selbst, der Altarapsis, der Trauungsräume und des mittlerweile verlorenen Glockenturms. Der zweigeschossige Quader der Sommerkirche ist mit einem gewölbten Dach bedeckt und endet mit einer dekorativen fünfkuppligen Struktur, die weit auseinander steht.
Architektonische Strömungen erreichten die Provinz mit gewisser Verzögerung, daher kann man im Dekor der Kirche Elemente sehen, die für die jaroslawler Kirchen der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts charakteristisch sind: asymmetrische Anordnung der Fenster in Bezug auf die Hauptachse der Fassade, breite Lisenen an den Ecken, eine Reihe von Kokoschniks oben am Quader und ein kunstvolles Muster der Fensterrahmen.
Im Inneren der Kirche sind teilweise Fresken erhalten geblieben, die Ende des 18. Jahrhunderts erneuert wurden.
Borisov hebt besonders die gelungene Lage der Kirche hervor: "Die Spasskaja-Kirche bleibt nicht nur durch ihr archaisches Dekor und die warme, rosabraune Farbgebung der Wandmalereien im Gedächtnis. Ihre Lage ist sehr gelungen. Umgeben von alten schwarzen Linden und auf einem Hügel über dem Fluss Sonjga erhoben, scheint sie über dem Boden zu schweben und ruft die traditionelle christliche Vorstellung von der Kirche als einem Schiff der Rettung hervor, das über das Meer des Lebens segelt."
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