Die Geschichte des Dorfes, die mehrere Hundert Jahre umfasst, ist voller Ereignisse. In dieser Zeit hat das Dorf mehrmals seinen Namen geändert, Brände überstanden und wurde wieder aufgebaut. Bis 1565 befand sich an der Stelle des heutigen Dorfes Sereda das Dorf Fjodorowskoje, das den jaroslawischen Fürsten Troekurov gehörte. Es lag beidseitig des Flusses Kasti, der die Ländereien des Fürsten in einen südlichen und einen nördlichen Teil teilte. Im Jahr 1565 wurden die südlichen Ländereien von Fjodorowskoje per königlichem Dekret an das Jaroslawler Spaso-Transfiguration-Kloster übertragen. Das Kloster organisierte auf diesen Ländereien ein Anwesen mit einer Holzkirche, wo später das Dorf Sereda entstand. Im Jahr 1609 verbrannte die polnisch-litauische Truppe von Lisowski das Anwesen und die Kirche des Heiligen Fjodor Stratilat, aber 1613 wurden sie wiederhergestellt. Der erste Gottesdienst nach der Befreiung von der Intervention wurde zum Beginn des Festes „Kroshikha“, das am Mittwoch am dritten Tag nach Pfingsten gefeiert wird. Nach der Wiederherstellung wurde das Dorf „Fjodorowskoje Nowoje“ genannt.
Im Zentrum des Dorfes, auf dem Handelsplatz, erhebt sich die steinerne Kirche der Smolensker Ikone der Gottesmutter, die 1797 anstelle der alten Holzkirche erbaut wurde. Sie hat Seitenaltäre zu Ehren des Heiligen Nikolaus und des Heiligen Fjodor Stratilat. Die Kirche besteht aus einem quadratischen Raum, einer halbrunden Apsis, einer zweisäuligen Tafel und einem Glockenturm. Der Sommertempel ist mit einem gewölbten Dach bedeckt und wird von fünf Kuppeln gekrönt, von denen die zentrale lichtdurchlässig ist. Über den Fenstern befinden sich halbrunde und rechteckige Nischen. Zwischen den Etagen sind die Wände mit Feldern und Fensteröffnungen verziert. Die Fenster des oberen Lichts sind mit Sandriken dekoriert. An den Ecken des quadratischen Raums befinden sich gepaarte Lisenen, und über dem Gesims sind Kokoshniki. Der Abschluss des Tempels ist kompliziert: Runde Tamboure der Kuppeln sind auf hohen Sockeln installiert.
Eine Besonderheit der Planung der Kirche ist der gestaffelte Glockenturm über der Tafel, der Zugang zur Treppe durch einen Anbau an der Nordfassade und die Wendeltreppe.
An der Kirche der Smolensker Gottesmutter gab es eine kirchliche Schule. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts existierten in Sereda eine kirchliche Fürsorge, eine Abstinenzgesellschaft und zwei Bibliotheken.
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