Infolge historisch-archivischer Forschungen wurde festgestellt, dass das Dorf Sergievka, gegründet von Stabs-Kapitän A.S. Schilin, im Jahr 1834 auf einem Land besiedelt wurde, das 60 Werst von der Stadt entfernt bei Nemirova erworben wurde, im Auenland des Flusses Borovka. Im Zentrum des modernen Dorfes Schilinok im Bezirk Buzuluk ist das Gebäude eines steinernen Tempels mit drei Altären erhalten geblieben, von denen der Hauptaltar dem Heiligen Sergius von Radonesch gewidmet ist. Der Tempel wurde 1843 mit Mitteln des Grundbesitzers Alexander Sergejewitsch Schilin erbaut. In der Kirche gibt es drei Altäre: den Hauptaltar zu Ehren des Heiligen Sergius von Radonesch, eine Kapelle des heiligen Märtyrers Alexander und eine Kapelle der heiligen Märtyrer Sophia und ihrer Töchter Vera, Nadeschda und Ljubow.
Der Tempel stellte einen einheitlichen architektonischen Komplex mit einem Glockenturm dar und war von einem eisernen Zaun auf einem steinernen Fundament umgeben. Das Gebäude war außen verputzt und gestrichen, während es innen mit künstlerischen Fresken geschmückt war. Die Architektur des Tempels ist im klassischen Stil gemäß den Kanonen der Architekturwissenschaft ausgeführt. Die verwendeten Materialien, wie Ziegel, Gesimsblöcke, Drahtarmierungen, dekorative Schmiedeeisen-Gitter an den Fenstern und Holzelemente, wurden aus hochwertigen Materialien von professionellen Handwerkern hergestellt. Die Analyse des äußeren Erscheinungsbildes des Gebäudes und seiner Elemente zeigt, dass die Bauarbeiten unter Einhaltung aller notwendigen Regeln auf hohem Niveau durchgeführt wurden.
In den 1920er Jahren wurde der Tempel geschlossen und für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Kulturelle Elemente wurden zerstört: das Kreuz und die Glocken wurden abgenommen, die Altäre und Opferstätten zerstört, der Glockenturm abgerissen. Im rechten Altarraum wurden bis Ende 2009 abgelaufene Düngemittel gelagert. Aufgrund grober Nutzung und Vernachlässigung des Gebäudes wurde 1990 die wirtschaftliche Nutzung eingestellt. Es wurden erhebliche Schäden an den Fresken verursacht, der Außenputz fehlt, und der Innenputz ist an vielen Stellen abgefallen. Im oberen Teil des Gebäudes wurde auf der rechten Seite eine Wand mit einer Fläche von bis zu zwei Quadratmetern durchbrochen, das Dach und die tragenden Decken der Kapellen wurden abgerissen, die Kuppel und der Tambour sind zerstört, und das Fundament des Tambours ist größtenteils verloren gegangen. Die Decken des Gebäudes, bestehend aus dem Haupt- und den Kapellengewölben, sind durch klimatische Einflüsse überlastet und könnten ohne Maßnahmen bald einstürzen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.