Von der Nordseite schließt sich an den Glockenturm eine kleine Kirche an, die zu Ehren der Geburt Christi geweiht ist. Sie wurde wahrscheinlich gleichzeitig mit dem Glockenturm an der Stelle des früheren hölzernen Tempels mit derselben Widmung erbaut. Es handelt sich um ein kleines, säulenfreies Gebäude mit einer Unterkirche und einer langgestreckten Apsis. Ein besonderes Merkmal der Kirche ist der breite Vorraum, der als Eingang sowohl zur Weihnachtskirche als auch zur Kirche unter den Glocken dient. Die Einfachheit und Rationalität der Architektur lassen vermuten, wie V.A. Jadryshnikov in seiner Arbeit "Die Architektur von Staraja Russa im 11. bis frühen 20. Jahrhundert" anmerkt, dass der steinerne Tempel die Komposition der hölzernen Kirche, wahrscheinlich der Vorgängerin von 1620, wiederholt. Der Forscher fügt hinzu, dass solche kleinen Zellenkirchen verbreitet waren, ihre steinernen Nachbildungen jedoch im 16. und 17. Jahrhundert selten vorkommen. Die Unterkirche war ursprünglich nicht für kirchliche Zwecke vorgesehen und wurde unterschiedlich genutzt: Hier befand sich eine Schlosserei, und ab 1763 wurde sie als Lager für staatlichen Wein vermietet.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befand sich hier laut den Klosterunterlagen eine Bäckerei mit Vorratsraum. Ab 1835 war an diesem Ort die Kirche von Kosmas und Damian untergebracht, deren Altar aus der geschlossenen Kirche des angegliederten Klosters verlegt wurde. Sie existierte bis 1892, als die Weihnachtskirche dem theologischen Seminar übergeben wurde.
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