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Die Nikolauskirche in Derbenevo

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Noch vor kurzem konnte man dieses Gebäude kaum als Kirche bezeichnen: es ähnelte mehr einem halbzerstörten Überbleibsel eines Hauses. In den letzten Jahren wird der Tempel jedoch allmählich restauriert. Darüber hinaus wurden unerwartet neue, zuvor unbekannte Fragmente seiner alten Dekoration gefunden.

Der Name der Kirche "in Derbenevo" hat eine historische Grundlage: In der Antike gab es hier tatsächlich schwer zugängliche Orte, die dicht mit Wald bewachsen waren. Im Laufe der Zeit wurde das Gebiet geräumt und besiedelt, aber der Name blieb dem ersten hölzernen Tempel zu Ehren des heiligen Nikolaus von Myra, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut und 1635 erstmals erwähnt wurde, erhalten. Es sind kaum Informationen über ihn erhalten geblieben, aber bekannt ist, dass ihn lokale Schützen erbauten. Daher auch der zweite Name des Tempels, "in der Schützenstadt, die an der Olchowka liegt". Olchowka ist ein Bach, der heute unterirdisch im Kanal fließt. Der Colonel der lokalen Schützen war der Hofmeister Semjon Fjodorowitsch Griboedow: Sein Vater, Fjodor, gehörte zu den Verfassern und Unterzeichnern des Sobornoye Ulozhenie von 1649, dem wichtigsten Gesetzeswerk Russlands im 17. Jahrhundert. Der Urenkel von Semjon, Alexander Griboedow, wurde ein bekannter Schriftsteller und Dramatiker.

Es wird angenommen, dass der neue Tempel bis 1715 aus Stein erbaut wurde. Der Hauptteil hat sich seit jener Zeit erhalten, während andere Teile mehrmals umgebaut wurden. Der neue Glockenturm wurde 1791 errichtet. 1878 wurde der rechte Teil des Speisesaals mit dem Altarbild der Gottesmutter "Freude aller Trauernden" umgebaut, und 1895 der linke Teil mit dem Altarbild des heiligen Sergius von Radonesch. In beiden Fällen wurden die Arbeiten von dem Architekten K.M. Bykovsky durchgeführt, der einen symmetrischen Speisesaal im neorussischen Stil schuf.

Die Kirche wurde 1927 für den Gottesdienst geschlossen, und das Gebäude wurde in eine Garage des Moskauer Luftverteidigungsbezirks umgebaut. Dabei wurden die Kuppeln, der Glockenturm abgerissen, die Ausstattung und der Ikonostase verloren, die Malereien wurden entfernt.

Die Situation blieb lange unverändert, selbst nach der Wiederaufnahme der Gottesdienste im Jahr 1994. Die Reparatur- und Restaurierungsarbeiten begannen erst im Jahr 2000 und dauern bis heute an. Dennoch wurde bereits viel erreicht: Der Speisesaal wurde in Ordnung gebracht, seine Backsteinverzierung wiederhergestellt, das Gebäude wurde mit neuen Kuppeln gekrönt. Die interessantesten Details wurden am Hauptbau und den Altarapsiden entdeckt: Unter einer Schicht Putz traten figürliche Fensterrahmen im Stil der vor-petrinischen Kirchenarchitektur zutage. Dies könnte auf ein früheres Baujahr des Tempels hinweisen. Die Untersuchung und Restaurierung der Kirche dauern an, neue Entdeckungen und Funde sind möglich, und auch die Wiederherstellung des Glockenturms steht an, dessen Rolle derzeit ein kleiner hölzerner Glockenturm übernimmt.

Geo-Punkt

Церковь Николы в Дербеневском

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