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Die Kirche des Heiligen Nikolaus in Nikolo-Naljanowo

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Eine der ältesten und malerischsten Herrenhäuser befand sich im Dorf Nikolsk und gehörte der Familie der wohlhabenden Petersburger Adligen Naljanow. Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts war der bekannte Mäzen Pawel Dmitrijewitsch Naljanow ihr Eigentümer.

Das Herrenhaus umfasste ein großes zweigeschossiges Steinhaus mit einem sechs Säulen umfassenden Portikus. Rund um das Haus erstreckte sich ein malerischer Waldpark mit einem großen Teich, bekannt als „Ozerko“, dessen Perimeter mit Birkenalleen bepflanzt war. Auf dem Gelände des Herrenhauses gab es auch einen kleinen Teich mit einer Insel, auf der eine Laube für Teepausen errichtet wurde. Die Hauptallee, die mit Birken bepflanzt war, führte vom Herrenhaus den Hang hinunter. Am Eingang zur Allee standen zwei Türme mit ovalem Ornament und dem Wappen der Familie Naljanow.

Nach den Naljanows gehörte das Herrenhaus Nikolai Fedorowitsch Grunner. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es an den bekannten Schriftsteller Peter Alexejewitsch Sergejenko vermietet, den Autor von Büchern über das Leben von L.N. Tolstoi. Sergejenko pflegte freundschaftliche Beziehungen zu Tolstoi sowie zu A.P. Tschechow und I.E. Repin. Von 1905 bis 1914 wurde das Herrenhaus vom deutschen Konsul genutzt.

In der Sowjetzeit befand sich im Haus des Herrenhauses eine landwirtschaftliche Kommune. Das Haus, das in einen schlechten Zustand geraten war, wurde in den 1970er Jahren abgerissen. Bei der Abrissarbeit wurde auf dem Dachboden eine Bleistiftskizze eines Gemäldes des bekannten russischen Landschaftsmalers Iwan Iwanowitsch Schischkin gefunden.

Zum Herrenhauskomplex gehörte auch die steinerne Kirche zu Ehren des Heiligen Nikolaus mit einer Kapelle zu Ehren des Ikone der Gottesmutter von Kasan. Die 1797 mit Mitteln von P.D. Naljanow errichtete Kirche war ohne Pfarrei und wurde von den Eigentümern des Herrenhauses unterhalten. 1925 wurde die Kirche geschlossen und wird seitdem als Heuschuppen genutzt. Die Kirche des Heiligen Nikolaus hat ihre fünf Kuppeln verloren und befindet sich in einem ruinösen Zustand. Die Apsis und das Speisehaus sind zerstört, der Pfeiler des ersten Geschosses des Quadrats ist ebenfalls zerstört. Die Kirche hatte drei Eingänge: den westlichen durch das erste Geschoss des Glockenturms sowie den nördlichen und südlichen aus dem Quadrat, die mit Portiken und Säulen gestaltet waren, die nicht erhalten geblieben sind. Das erste Geschoss des Glockenturms ist mit Rustika verziert.

Es gab keinen Friedhof rund um die Kirche. Es existierten nur drei Gräber: eines des Priesters, eines der Eigentümer des Herrenhauses N.F. Grunner und das seiner Tochter. Derzeit sind sie verloren, aber am Eingang zur Kirche ist der Grabstein von N.F. Grunner erhalten geblieben.

Geo-Punkt

Церковь Николая Чудотворца в Николо-Нальяново

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