Die Kirche des Heiligen Nikolaus wurde 1791 erbaut und diente als Kirche der Herrschaft A.A. Golotscharov. Im Jahr 1806 wurde die winterliche Dreifaltigkeitskirche errichtet. Diese Kirchen werden durch eine Straße getrennt, die zwischen ihnen verläuft; ihre südlichen Fassaden sind zu einem rechteckigen Platz ausgerichtet, der von Norden her abgeschlossen wird. Die warme Kirche öffnet sich direkt zum Platz, während die kalte im Nordwesten, etwas zurückgesetzt, liegt, aber durch ihre Höhe und ausdrucksvollen Silhouette in diesem ländlichen Kirchenkomplex, der für das späte 18., frühe 19. Jahrhundert in den Gebieten der ehemaligen Wladimir-Gouvernement typisch ist, dominiert.
Die Kirche des Heiligen Nikolaus ist im Stil des frühen Klassizismus gestaltet. Das Gebäude aus Ziegeln, das mit einem feinen Putz weiß gestrichen ist, zeichnet sich durch vertikale Komposition, Kompaktheit und Symmetrie aus. Der Hauptkubus wurde früher von seitlichen sechssäuligen Portiken im Osten und Westen geschmückt, an die sich identische Altar- und Vorraumvolumen in Form von schmalen, rechteckigen Volumen mit abgerundeten Ausbuchtungen in der Mitte anschließen. Über dem Kubus erhebt sich eine große Rotunde mit einer Kuppel und vier falschen Lukarnen, gekrönt von einem zwiebelförmigen Haupt auf einem hohen zylindrischen Lichttrommel. An den Vorraum schließt sich ein schlanker dreigeschossiger Glockenturm mit gewölbtem, facettiertem Dach und einem dünnen Spitz mit einer vasenförmigen Basis an.
In der Kuppel ist eine vielfigürliche Szene "Lobpreis der Dreifaltigkeit" dargestellt. In der Trommel sind die Malereien in zwei Ebenen angeordnet: In der oberen, biblische Szenen der Schöpfung der Welt und "Geheiligt werde dein Name" aus dem Gebet "Vater unser", in der unteren, Themen zu den evangelischen Seligpreisungen. Der Wechsel von großen Kompositionen in bogenförmigen Rahmen, die nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet sind, und schmalen Vertikalen verleiht der Malerei eine besondere Rhythmik. Die Trommel ist durch eine schlichte Gesims von der Kuppel getrennt, und von den Wänden durch einen prächtigen Grisaillemantel, der über den Pilastern angebracht und von Konsolen gestützt wird. Das Fries ist mit Muscheln und Akanthusblättern verziert, was ihm Ausdruck verleiht.
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