Die Geschichte der Kirche des Heiligen Nikolaus ist erstaunlich und vergleichbar mit der Geschichte von Morshansk selbst, das 1779 zur Stadt wurde. Bereits zuvor gab es im Dorf Morsha eine Kirche, die dem Heiligen Nikolaus gewidmet war. Laut Chroniken war sie aus Holz, aus Eiche gebaut, mit eisernen Kreuzen auf den Kuppeln und mit Schindeln gedeckt. Während der Existenz der Nikolausgemeinde wurden drei Kirchen erbaut.
In der topografischen Beschreibung von Morshansk aus dem Jahr 1782 wird erwähnt, dass es unter den drei Stadtkirchen eine hölzerne, einschiffige Kirche im Namen des Heiligen Nikolaus in der Basjewka-Siedlung gibt, die 1602 gegründet wurde. Der neue Bau der Nikolauskirche stammt aus dem Jahr 1782 und befand sich in Basjewo. Der letzte Bau der neuen Nikolauskirche, gemäß den Archivdokumenten, stammt aus dem Jahr 1848. Dieses architektonische Bauwerk sehen wir auch heute noch. In dem modernen Schutzdokument wird vermerkt, dass „die Nikolauskirche die Formen des kultischen steinernen Bauens des späten Klassizismus wiederbelebt und sich durch gute Proportionen und die Einheitlichkeit des architektonischen Erscheinungsbildes auszeichnet“.
Um die Geschichte der Morshansk Nikolauskirche fortzusetzen, sollte man die kleine Kapelle erwähnen, die sich gegenüber der Kirche befindet. Volkslegenden verbinden ihren Bau mit der Versetzung der Nikolauskirche im Jahr 1814. Laut Dokumenten wurde die Kirche um 42 Arschin versetzt. Die Versetzung der Kirche von 1782 steht, der Legende nach, im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Straßen der Stadt. Die Kapelle wurde an der Stelle des Altars der früheren Kirche erbaut, die bis 1848 als Gemeinde diente, damit der heilige Ort nicht entweiht wird und verehrt bleibt.
Die Kapelle, die etwas mehr als drei Meter hoch ist, stellt einen weißen quadratischen Pfeiler dar, der an einen miniaturhaften antiken Tempel erinnert. Sie wurde als Altar für Gebete und für den äußeren Empfang gebaut, mit Nischen für Ikonen, die in vier Himmelsrichtungen zeigen. Die Kapelle ist von einem Zaun umgeben. Die Nikolauskirche hat zwei Seitenaltäre: rechts den von Peter und Paul, links zu Ehren der Ikone der Gottesmutter von Kasan.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.