Der Tempel von Michael Malein gehört zur altgläubigen Kirche und befindet sich in der Molotkovskaya-Straße, südlich der Kirche der Geburt der Gottesmutter. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1199, und das steinerne Gebäude entstand einige Jahrhunderte später. Laut einer Gedenktafel wurde 1557 eine Speisehalle und ein Glockenturm hinzugefügt, jedoch sind in den Archiven keine Informationen über den Auftraggeber und den Bauherrn dieser Anbauten erhalten geblieben, was die Sicht auf das Denkmal etwas beeinträchtigt hat. Früher befand sich hier das Gottesmutterkloster, auch bekannt als Michalitsky. In der Speisehalle gibt es zwei Altäre, zu Ehren von Michael Malein und der Versammlung der Geburt der Gottesmutter. Der Tempel hat einen kreuzförmigen Grundriss und eine Kuppel, es ist eine säulenlose Kirche mit einer geschlossenen Trommel. Die Fassaden sind mit Lisenen geschmückt und enden in einem zweistufigen, kielartigen Abschluss. An der Nordfassade befinden sich Fensteröffnungen aus dem 17. Jahrhundert und ein restaurierter Portal aus derselben Zeit. Das Gewölbe des Tempels ist ein Längsgewölbe, die Altargewölbe sind Kastenformen, und das Gewölbe der Speisehalle ruht auf einem Pfeiler. Die Wände sind einfach, verputzt und ohne Dekor, die einzige Verzierung sind die bogenförmigen Nischen über den Fenstern.
An der nordwestlichen Seite des Tempels schließt sich ein sechseckiger, spitzgiebeliger Glockenturm an. Er ist dreigeschossig, mit einem hohen quadratischen Hauptvolumen und Säulen an den Ecken. Der zweite Stock ist fast blind, mit kleinen Fenstern und falschen bogenförmigen Öffnungen. Im dritten Stock befindet sich eine offene Glockenstube, deren Eckpfeiler durch Bögen unter dem Dach und durch filigrane Balustraden auf der unteren Ebene verbunden sind. Das Dach jedes Geschosses ist mit einem geschnitzten Muster in Form von Spitzen verziert, das sich auch an der Basis des Daches wiederholt.
Während des Großen Vaterländischen Krieges wurde der Tempel stark beschädigt: Explosionen und Granaten beschädigten die Wände und Gewölbe, wodurch Risse entstanden. Eine starke Explosion zerstörte die Abdeckung der Kirche, und um eine vollständige Zerstörung zu verhindern, wurde sofort nach dem Krieg ein provisorisches Dach installiert. Die Restaurierungsarbeiten fanden 1959-1960 unter der Leitung des Architekten G.M. Stender statt. Die Tür- und Fensteröffnungen wurden restauriert, Nischen wurden ersetzt, das Dach wurde gemäß den Formen des 17. Jahrhunderts umgestaltet. Das Innere wurde in Ordnung gebracht, und der spitzgiebelige Glockenturm wurde nach den Zerstörungen wiederhergestellt. Trotz der Einfachheit und des Fehlens von Dekor wirkt der Tempel majestätisch und erinnert an die ewigen Werte, die unverändert bleiben.
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