Der Bau der Kirche im Dorf Zagoskino begann am 8. Juni 1908 dank der Finanzierung des Holzindustriellen Nikolai Wasiljewitsch Waraksin aus Nagorsk. Die Kirche wurde nach alter Technik aus rotem Ziegelstein errichtet, der vor Ort hergestellt und gebrannt wurde. Dieser Ziegel unterschied sich von dem modernen: Er war leichter und größer. Die Bauern spendeten für den Bau Eier und gaben das Letzte, was sie hatten. Die Arbeiten wurden nur im Sommer durchgeführt, und dank der Geduld, dem Glauben an Gott und der Arbeit der Bauern wurde der Bau 1911 abgeschlossen. Die Kirche wurde in Form eines Kreuzes erbaut, was aus der Höhe gut sichtbar ist. Fenster, Türen und der Eingang hatten eine bogenförmige Gestalt, und die Fenster waren mit geschmiedeten Gittern verziert. Der Ikonostase war mit Gold verziert, und an der Kirche hingen sieben Glocken. Die Weihe fand am 30. Dezember 1911 nach altem Stil statt. Die Gottesdienste wurden jedoch selten abgehalten, da es keinen ständigen Priester gab, der nur zu Feiertagen aus dem Dorf Mulino kam: zum Hauptfest, am Nikolaustag, dem 6. Dezember, und am Katharinenfest, dem 24. November.
Der erste Priester war Nikolai Oljuschin, der nicht lange diente. Der Psalmodist aus dem Dorf Klimowka war Ivan Alexandrowitsch Dwoeglazow. Er wurde 1898 im Klimowsker Werk in einer Arbeiterfamilie geboren und war der älteste von vier Kindern. Der Vater starb früh, aber dank seiner Fähigkeiten wurde Ivan auf Staatskosten in die zweite Klasse der Belokholuniza-Schule aufgenommen, die er mit dem Diplom eines Volksschullehrers abschloss. Während des Ersten Weltkriegs wurde er zusammen mit seinen Landsleuten an die Front eingezogen. Im Februar 1917 kehrte er nach Hause zurück und wurde zum Sekretär des Volkskomitees gewählt. Trotz dessen besuchte er als tiefgläubiger Mensch weiterhin die Kirche und sang im Kirchenchor. Die örtlichen Kommunisten mochten ihn nicht und entließen ihn bei der ersten Gelegenheit aus seinem Amt. Ivan beschloss, sich dem Dienst Gottes zu widmen, und zog von Klimowka ins Dorf Michailowskoje im Nagorsker Bezirk, wo er Psalmodist wurde.
In den 30er Jahren wurde die Kirche geplündert und zerstört, und 1992, so die Einheimischen, wurde sie stark durch ein Feuer beschädigt. Doch trotz all dem steht sie immer noch inmitten der Waldlandschaften und bewundert ihre Schönheit alle, die vorbeifahren.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.