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Die Kirche des Leontius von Rostow in Fatjanowo

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Zu Beginn des Jahres 1905 begann der Bau, und als erstes wurden zwei Ziegelwerke in den Wäldern hinter den Dörfern Muraveika und Ershniki errichtet. Die Dorfbewohner transportierten die fertigen Ziegel mit Pferden nach Fatjanowo. Die Herren Pustoschkin brachten Arbeiter aus Petersburg, und die Arbeit nahm Fahrt auf. Innerhalb eines Jahres wurde die Sommerkirche mit vier schönen Säulen erbaut. Auch die Kuppel der ersten Kirche wurde erneuert und mit einem vergoldeten Kreuz versehen, das in der Sonne glänzte. Die Innenarbeiten in der Sommerkirche wurden von Petersburger Meistern ausgeführt: sie schufen schöne Ikonostasen, Panikadila und malten Ikonen sowie dekorierten die Wände innen und außen. Es war eine qualitativ hochwertige Ausführung, die den alten Meistern würdig war. Der Boden war mit kleinen, bunten Fliesen verlegt, und die Öfen waren hoch und aus Kacheln, mit weißen Kacheln von 60x40 Zentimetern. An der Nord- und Südseite wurden neue große Türen installiert. Das gesamte Kirchengerät war neu und glänzend, aus Petersburg gebracht. Der Bau wurde 1906 abgeschlossen, und die Kirche erhielt zwei Altäre: den des Erzengels Michael und den des heiligen Nikolaus von Myra.

Zur Weihe der Kirche kam ein Bischof mit Priestern aus Jaroslawl. Sie wurden am Bahnhof Petrowsk von zwei Dreigespannen empfangen und ins Dorf Fatjanowo gebracht. Die Fuhrleute waren Bewohner von Petrowsk von der Umgehungsstraße, Dukhova und Solovyov. Bei der Weihe waren viele Gemeindemitglieder anwesend, einige standen auf der Straße. Nach diesem feierlichen Ereignis fanden die Gottesdienste in der Kirche wie gewohnt statt. Sie wurden von Vater Ivan Sokolov geleitet, einem schwarzhaarigen, großen und kräftigen Mann. Er war anspruchsvoll gegenüber sich selbst und führte die Gottesdienste nach allen kirchlichen Regeln durch, hielt nach der Liturgie immer Predigten, die für die Gemeindemitglieder verständlich und nützlich waren. Diakon war Vavilov Feodor, der eine gute Stimme hatte und den Chor der Sänger leitete, der hauptsächlich aus jungen Mädchen bestand, darunter meine Schwester Klavdiya und unsere Nachbarinnen Lena und Liza. Der Chor zählte 15-17 Teilnehmerinnen, die vor Beginn des Gottesdienstes in die Kirche kamen und unter der Leitung des Diakons probten. Den Gemeindemitgliedern gefiel der Kirchengesang sehr. Neben der Kirche befand sich ein Kirchhaus für den Vorsteher. Der Vorsteher und Wächter war Großvater Andrian, der für die Ordnung in der Kirche, die Vorbereitung auf die Gottesdienste und die Sauberkeit rund um die Kirche und auf dem Friedhof sorgte. Die Glockenläuten, die ebenfalls aus Fatjanowo stammten, arbeiteten unter der Leitung des Vorstehers.

Geo-Punkt

Церковь Леонтия Ростовского в Фатьяново

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