Die Kirche des Leontius auf Zarovje wurde 1772 mit Mitteln der Gemeindemitglieder im Barockstil erbaut. Diese hohe und elegante zweigeschossige Steinkirche mit gestuftem Glockenturm war eine wahre Zierde der Stadt. Sie hatte zwei Altäre: im Erdgeschoss befand sich die warme Kirche zu Ehren des heiligen Leontius, Bischof von Rostow, und im zweiten, kalten, zu Ehren der Smolensker Ikone der Gottesmutter. Dank ihrer erheblichen Höhe und dem nach oben strebenden Profil dominierte die Kirche die umliegende Bebauung. Sie erinnerte die Bewohner nicht nur durch ihr Aussehen, sondern auch durch ihren Namen an die alte Geschichte und betonte die Verbindung der Zeiten.
Die Kirche befand sich am Rand des städtischen Grabens aus dem 12.-13. Jahrhundert, was den Namen "auf Zarovje" erklärt. Die Überreste dieses Grabens sind bis heute als flache Mulde an der Südseite des Gebäudes sichtbar. In den 1930er Jahren wurde die Kirche geschlossen, der Hauptturm und der Glockenturm wurden abgerissen, und das Gebäude wurde als Mensa umgenutzt. Anfang der 1960er Jahre wurde ein Sprengversuch unternommen. 1997 wurde das, was von der Kirche übrig geblieben war, der Russischen Orthodoxen Kirche übergeben. Von dem zentralen Teil, der eine Komposition aus einem Oktogon auf einem Quadrat darstellte, sind nur das Quadrat und das Fundament des Oktogons erhalten geblieben. Zwischen dem Quadrat und der Vorhalle klaffte ein riesiges Loch, wahrscheinlich das Ergebnis der misslungenen Sprengung. Von der Altarapsis blieb nur ein kleiner Vorsprung aus der Wand des Quadrats übrig, und der Glockenturm fehlte. Die Gewölbe waren eingestürzt. 2013 begann die Wiederherstellung: Das Gelände wurde mit einem Betonzaun umgeben, Baugerüste wurden aufgestellt und der erste Ziegel wurde angeliefert. In den Jahren 2015-2017 wurden die ersten und zweiten Etagen restauriert, die Gewölbe und die Altarapsis wiederhergestellt.
In den Jahren 2018-2019 wurde das Oktogon rekonstruiert, der Wiederaufbau des Glockenturms begann, eine Eingangstür aus Eisen, Metallgitter und Tischlerfüllungen wurden installiert, die Elektroinstallation und der Putz des Innenraums im Erdgeschoss wurden durchgeführt. Das Dach des Oktogons wurde mit Eisen gedeckt.
Im Jahr 2019 fand die feierliche Weihe des Kreuzes und der Kuppel statt.
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