Im Jahr 1837 wurde eine hölzerne Kirche im Namen der Kazan-Ikone der Gottesmutter errichtet, die nicht beheizt war und Platz für 800 Personen bot. Der Legende nach wurde der zentrale Teil des Gebäudes aus dem benachbarten Dorf Pokrowka transportiert.
Im Jahr 1907 beschloss die Dorfgemeinschaft aufgrund der Enge und des Verfalls der Kirche, einen neuen Tempel im Namen Johannes des Täufers zu bauen und die alte Kazan-Kirche zu renovieren. Die Dorfbewohner verpflichteten sich, Baumaterialien für diese Arbeiten zu bringen. Nach der Renovierung wurde die Kazan-Kirche erweitert und konnte nun 1200 Personen fassen, zudem wurde ein Glockenturm angebaut.
Im Jahr 1937 wurden beide Kirchen im Dorf geschlossen, der Tempel Johannes des Täufers wurde zerstört, und an seiner Stelle wurde später ein Kulturhaus gebaut. Aus der Kazan-Kirche wurden die Ikonen entfernt, die die Dorfbewohner zum Heizen ihrer Öfen verwendeten. Die Zarenpforte wurde an die Schule gegeben, wo sie als Tafeln genutzt wurde. Doch die Gemeindemitglieder konnten die Pforte sowie die meisten Ikonen und den Ikonostase retten und zurückbringen, die nach der Wiedereröffnung der Kirche im Jahr 1947 zurückkehrten.
Besonders bemerkenswert ist die Geschichte der Rückkehr des Altars-Evangeliums, das 1859 geschaffen und von der Familie Kosjakins gespendet wurde, die es aus Jerusalem mitbrachten. Nach der Zerstörung der Kirche versteckte Maria Ivanovna Kosjakina das Evangelium in der Wand ihres Hauses. Trotz Durchsuchungen wurde die Reliquie bewahrt und nach der Wiederaufnahme der Gottesdienste in die Kirche zurückgebracht. Auch Ikonen und kirchliche Utensilien aus anderen zerstörten Tempeln wurden in die Kirche zurückgebracht.
Die Renovierung der Kazan-Kirche begann 1953, als dort der Protopresbyter Stefan Akashew diente. Die Behörden erlaubten keine Innenmalerei, daher engagierte Vater Stefan einen Künstler, um Ikonen zu Hause zu malen, die dann unauffällig in der Kirche installiert wurden. So wurde die Malerei des Tempels vollendet. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche dank der Bemühungen von Vater Stefan. Besonders verehrt wird in der Kirche die Iberische Ikone der Gottesmutter. Eine Gemeindemitglied betete täglich vor ihr um Heilung ihres Sohnes von Epilepsie. Nach der Genesung ihres Sohnes spendete sie der Ikone einen silbernen Rahmen, und seitdem gilt die Ikone als wundertätig.
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