In dem Buch „Die Vergangenheit der Region Tambow“ bemerkt P.N. Tshermensky, dass das Dorf Kershinskie Borki erstmals in Dokumenten aus dem Jahr 1623 erwähnt wird, und 1676 schrieb Fürst V.V. Kropotkin Folgendes darüber: „Im Kershinsker Zehnt liegt das Dorf Kershinskie Borki am Sel'skoje-See. Dort steht eine Holzkirche. In demselben Dorf Borki gibt es 42 Höfe von leibeigenen Bauern und 7 von Bäuerlingen. Insgesamt gibt es 175 männliche Einwohner, davon sind 56 leibeigene Männer im wehrpflichtigen Alter, 70 sind minderjährig, 29 wurden zum Dienst am Don geschickt.“
Die Geschichte der Ilyin-Kirche beginnt im 17. Jahrhundert. Man nimmt an, dass früher an der Stelle des Dorfes ein Wald war, und für den Bau der Kirche wurde kein Material hergebracht. Ein Teil des Waldes wurde gerodet, und aus diesen Bäumen wurde der Tempel errichtet. Die Kirche stand auf einer Anhöhe, und alle Straßen führten zu ihr. Sie war von kleiner Größe. Der letzte Pfarrer der Ilyin-Kirche war Theodor. Nach 1917 hörte der Tempel auf, als Kirche zu fungieren, aber das Gebäude blieb erhalten, und dort wurden ein Klub und eine Bibliothek eröffnet. Die Ikonen und kirchlichen Utensilien wurden von den Einheimischen in ihre Häuser verteilt.
In den 1950er Jahren wurde der Tempel abgerissen, ein Teil der Balken wurde für den Bau einer Schule verwendet, und die verbleibenden wurden von den Einheimischen abgebaut. An diesem Ort wurde nichts weiter gebaut. Hätte es nicht ein zufälliges Foto aus den 1930er Jahren gegeben, könnte die junge Generation nie erfahren haben, wie der Holztempel aussah. Dieses Foto erregte die Aufmerksamkeit eines Einheimischen aus dem Dorf Kersh-Borki, des verdienten Bauers Russlands, Nikolai Ivanovich Dyachkov. Sein Traum war es, den Tempel in seinem Heimatdorf wiederherzustellen. Dafür erhielt er den Segen von Hochwürdigem Theodosij, dem Bischof von Tambow und Michurinsk.
Am 2. August 2006, am Festtag des Altars, fand die Eröffnung der Kirche des heiligen Propheten Elias statt, nach der Bischof Theodosij die Kirche weihte und dort die Göttliche Liturgie feierte.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.