Der Name des Dorfes Bogojavlenskoje weist darauf hin, dass die erste Kirche an diesem Ort, wie die heutige, der Erscheinung des Herrn gewidmet war. Im geistlichen Testament von Fürst Wladimir Andrejewitsch wird erwähnt, dass sie bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts existierte.
Im Jahr 1810 wurde dank der schnellen Mittelbeschaffung und der Anstellung von Arbeitern ein neuer Tempel erbaut, der zur Weihe bereit war. Im September desselben Jahres reichten der Priester des Dorfes, Michail Andrejew, der Vorsteher Jakow Klimow und die Gemeindemitglieder dem Bischof Ksenofont einen Bericht über den Abschluss des Baus der Steinkirche ein, die vollständig mit kirchlichem Gerät ausgestattet war. Sie baten um die Weihe des Tempels und um die Bereitstellung eines Antimins für die Gottesdienste. Im Archiv befindet sich auch ein Bericht des Dekans des Jurjewski-Kreises, Wasilij Jeleckij, in dem steht, dass der Bau der Kirche abgeschlossen ist, sie geschmückt und mit allem Notwendigen ausgestattet ist. In der beigefügten Auflistung wird die Malerei des Altars, der sechsstufige Ikonostase, silberne liturgische Gefäße und eine vollständige Sammlung von liturgischen Büchern erwähnt. Die Konsistorialbehörde beschloss, die Kirche am 9. Oktober desselben Jahres zu weihen.
Die Revolution von 1917 veränderte die Beziehungen zwischen Staat und Kirche grundlegend. Aufgrund unerträglicher Steuern war der Priester Wasilij Winogradov gezwungen, seine Pflichten aufzugeben. Der letzte Gottesdienst in der Kirche fand laut den Archiven am 7. September 1938 statt. Obwohl die Kirche im Dorf Bawleny formal nicht geschlossen wurde, erklärten die Behörden ihre Untätigkeit mit dem Fehlen eines Priesters oder dem maroden Zustand des Gebäudes. Michail Ivanovich Muratov setzte sich aktiv für die Wiedereröffnung der Kirche ein und unterschrieb zahlreiche Briefe an verschiedene Instanzen.
Heute steht im Dorf, wie früher, die Kirche zu Ehren der Erscheinung des Herrn mit einem Glockenturm. Sie hat zwei Altäre: einen kalten zu Ehren der Erscheinung des Herrn und einen warmen zu Ehren der Geburt der Heiligen Gottesmutter. Die Vorsteher der Kirche waren die Priester Nikolaj Tichomirov, Arkadij Goglov und Sergij Fomantjew, der seit August 1999 bis heute dient.
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