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Das 'Zar-Haus' von Sarapul

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Viele gewöhnen sich daran zu glauben, dass das beeindruckendste architektonische Erbe in großen Städten konzentriert ist, aber auch kleine Orte können angenehm überraschen. Zum Beispiel kann man in Sarapul, das in Udmurtien liegt, das Haus des Kaufmanns Baschenin sehen, das die Einheimischen das Zar-Haus nennen. Dieses Gebäude beeindruckt mit seinen Ausmaßen und einzigartigen architektonischen Details. In seinem Erscheinungsbild harmonieren Elemente der Neugotik und des neoslawischen Stils, und die Zinnen auf der oberen Ebene, die an Pfeile erinnern, erzeugen den Eindruck einer riesigen Krone, was dem Haus seinen Namen gab.

Der Kaufmann Pawel Andrejewitsch Baschenin war ein wahrer Wohltäter für Sarapul. In seiner Funktion als Stadtoberhaupt förderte er aktiv die Entwicklung der Stadt: Er modernisierte die Feuerwehr, baute Brücken und eröffnete Bildungseinrichtungen, oft mit eigenen Mitteln. Um die Lebensbedingungen in seiner Heimatstadt zu verbessern, wandte sich Baschenin sogar an die Regierung des Russischen Kaiserreichs. Im Jahr 1908 reiste er in die Hauptstadt, um den Ministerpräsidenten Stolypin zu treffen und um einen Kredit für den Bau einer Wasserleitung und eines Elektrizitätswerks zu bitten. Seine Bemühungen waren erfolgreich, und Sarapul erhielt ein Darlehen in Höhe von 380.000 Rubel für 27 Jahre zu 5 % Zinsen.

Nach seiner Rückkehr wurde Baschenin zum Helden und erhielt den Titel eines Ehrenbürgers von Sarapul für seine Verdienste. Doch viele seiner Vorhaben konnte er nicht mehr vollenden, da er 1910 im Alter von 42 Jahren starb. Während des Ersten Weltkriegs wurde sein Haus als Zweigstelle des Roten Kreuzes genutzt, und in den sowjetischen Jahren wurde es in ein großes Krankenhaus umgewandelt.

Geo-Punkt

“Царь-дом” города Сарапул

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