Die Stadt Tscherepowez liegt dort, wo der Fluss Jagorba in die Sheksna mündet. Gegründet in der Zeit des alten Russlands, erhielt sie 1777 den Status einer Stadt. Tscherepowez hat, wie jede andere Stadt, seine Sehenswürdigkeiten und historischen Stätten. Heute erzählen wir vom Haus-Museum des Stadtoberhauptes Iwan Andrejewitsch Milutin, der im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte. 46 Jahre lang leitete er Tscherepowez und veränderte sein Erscheinungsbild erheblich: Es wurden neue Gebäude errichtet, sieben Bildungseinrichtungen eröffnet, Straßenbeleuchtung installiert und Telefonverbindungen eingerichtet. Milutin wurde zum besten Bürgermeister in der Geschichte der Stadt, indem er eigene Mittel in deren Entwicklung investierte.
Es sind über hundert Jahre vergangen, und lokale Heimatforscher erinnerten sich an den bedeutenden Beitrag Milutins zur Entwicklung Tscherepowez. Es wurde beschlossen, sein Haus wiederherzustellen und ein Museum zu schaffen. Zunächst mussten die kommunalen Wohnungen, die sich in dem von der sowjetischen Macht beschlagnahmten Herrenhaus befanden, geräumt werden, und dann begannen langwierige Bauarbeiten.
Die Wiederherstellung des Hauses erfolgte mit besonderer Sorgfalt, wobei vorrevolutionäre Zeichnungen verwendet wurden, um das historische Erscheinungsbild des Gebäudes zu bewahren. Im Jahr 2006 wurden die Arbeiten abgeschlossen, und das Haus-Museum wurde feierlich eröffnet. Im Erdgeschoss wurden das Büro des Bürgermeisters, Herren- und Damenempfangsräume, ein Festsaal, ein Speisesaal, ein Boudoir und ein Gedenkzimmer untergebracht. Im Obergeschoss wurde das Wohnzimmer mit Balkon, ein weiteres Arbeitszimmer und das Schlafzimmer Milutins wiederhergestellt. Der Keller des Herrenhauses wurde ebenfalls genutzt, dort wurde ein museumseigenes Weinkeller eingerichtet. In der Ausstellung der Räume sind persönliche Gegenstände des Besitzers und andere Objekte aus jener Zeit zu sehen.
Im Laufe der Zeit wurde das Museum zu einem kulturellen Zentrum der Stadt, in dem verschiedene Veranstaltungen und Workshops sowie spezielle Milutin-Tage und Feste stattfinden.
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