Die Kapelle, die dem Heiligen Nikolaus von Myra gewidmet ist, wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und befindet sich derzeit in einem konservierten Zustand. Informationen über ihren Autor, die Bauherren und den Auftraggeber sind nicht vorhanden.
Das Gebäude gehört zu den kleinen hölzernen Kultstätten mit einem dreigeschossigen Glockenturm, der symmetrisch zur West-Ost-Achse angeordnet ist. Der Glockenturm umfasst vier Räume: Vorhalle, Speisesaal, Tempel und einen Raum, der Speisesaal und Tempel verbindet. Die Maße der Kapelle betragen: Länge 14 Meter, Breite 4,8 Meter. Der Hauptraum der Kapelle hat einen zweigeschossigen Raum, der mit einem achtbogenförmigen Gewölbe überspannt ist. Die Wände sind in der Technik „in oblo“ ausgeführt und mit Schindeln geschützt. Der Glockenturm hat eine achteckige Kuppel. Das Fundament besteht aus Findlingen, das Dach ist mit Eisen gedeckt.
Die Kapelle erhebt sich über die umliegende Bebauung und ist gut vom Fluss aus sichtbar. Ihre volumetrisch-räumliche Komposition basiert auf dem Kontrast zwischen dem hohen Glockenturm und dem Hauptraum der Kapelle. Dekorative Elemente fehlen. Die Maße der Räume sind: Vorhalle, Länge 4,2 Meter, Breite 1,7 Meter, Höhe 2,8 Meter; Tempel, Länge 4,2 Meter, Breite 4,2 Meter, Höhe 5 Meter. Die Höhe der Innenräume nimmt zu, je näher man dem Hauptraum, dem Tempel, kommt. Die Kapelle im Dorf Kyrs ist ein typisches Beispiel für Kultstätten des 19. Jahrhunderts. Eine Restaurierung hat nicht stattgefunden, der Zustand ist gut, obwohl das Dach an einigen Stellen rostig ist.
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