Laut einer volkstümlichen Überlieferung steht der Bau im Zusammenhang mit der bekannten Versetzung der Nikolauskirche im Jahr 1814. Dokumenten zufolge wurde die Kirche um 42 Arschin versetzt. Die Versetzung des Nikolaus-Tempels, der 1782 erbaut wurde, wird, so die Überlieferung, durch die Umgestaltung der Stadtstraßen erklärt. Der Ort, an dem die Kapelle errichtet wurde, ist damit verbunden, dass sie an der Stelle des Altars der Kirche liegt, die bis 1848 als Gemeinde diente. Die Kapelle wurde errichtet, um den heiligen Ort, an dem das blutlose Opfer dargebracht wurde und wo, so die Überlieferung, der Engel des Herrn bis zur Wiederkunft verweilen wird, vor Entweihung zu schützen und zu verhindern, dass er von Menschen und Tieren durchquert wird. So lautet die Geschichte.
Die Kapelle, die etwas mehr als drei Meter hoch ist, stellt einen weißen quadratischen Pfeiler dar, der an einen Miniaturtempel antiker Baukunst erinnert. Die Nikolauskapelle wurde als Altar erbaut und ist für Gebet und Betrachtung von außen gedacht. Die Nischen mit den Ikonen sind nach vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Die Kapelle ist von einem Zaun umgeben.
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