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Kapelle des heiligen Nikolaus in Belovka

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Fünf Kilometer vom Dorf Belovka entfernt liegt die Heilig-Nikolai-Quelle, die als einer der bekanntesten und verehrtesten Orte in der Region Samara gilt. Sie befindet sich am Rand des Kutułukski-Waldes, und ein Pfad führt steil zwischen den Bäumen hinunter zur Quelle. Das Wasser aus der Quelle fließt aus den Wurzeln und bildet einen kleinen Wasserfall.

Laut einer lokalen Legende erschien um 1870 in dieser Quelle unter Wasser ein Ikone des heiligen Nikolaus von Myra. Eine alte Frau fand die Ikone und nahm sie mit nach Hause, aber am nächsten Tag war sie wieder an der Quelle. Daraufhin kamen die Dorfbewohner zusammen mit dem Priester in einer Prozession zur Quelle, hielten einen Gottesdienst ab und trugen die Ikone feierlich in die Kirche. Der fromme Bauer Alexei Ivanovich Nikiforov baute mit eigenen Mitteln eine Kapelle über der Quelle und errichtete einen Eichenstamm um die Quelle herum. Der Ruhm von ihm verbreitete sich schnell, und Pilger begannen, nicht nur aus Samara, sondern auch aus anderen Provinzen Russlands zur Quelle zu kommen.

Nach der Revolution wurde die Quelle verfolgt. Im Jahr 1931 wurde die Kapelle zerstört. Dennoch versammelten sich in den 1930er bis 1970er Jahren die Menschen weiterhin an der Quelle, obwohl sie mehrmals auf Befehl der Behörden mit Müll zugeschüttet wurde. Die Einheimischen reinigten hartnäckig die Quelle. An religiösen Feiertagen standen Mitarbeiter des Bezirkskomitees der KPdSU hier Wache, und die lokale Zeitung bezeichnete den Besuch der Quelle als Verbrechen. Die Verfolgungen endeten nach 1985. Damals wurde der Stamm wiederhergestellt, ein Brunnenhäuschen, eine Bank und ein Tisch wurden eingerichtet. Im Jahr 1989 wurde die Nikolai-Quelle durch einen Beschluss des Rates der Volksabgeordneten der Region Kuibyschew als Denkmal mit wissenschaftlicher, ästhetischer und wichtiger ökologischer Bedeutung anerkannt.

Im Jahr 2000 wurde die Stabkapelle wiederhergestellt, ein Taufbecken eingerichtet, der Abstieg zur Quelle mit Geländern und Stufen ausgestattet, und der Platz zum Wasserholen sowie der Abfluss wurden mit Stein und Beton verkleidet. Im Juli 2006 wurde jedoch die hölzerne Kapelle von Unbekannten verbrannt. Im Herbst desselben Jahres baute die Firma „ROSBY“ an der Quelle eine Steinkapelle. Täglich kommen bis zu 200 Menschen hierher, darunter aus verschiedenen Städten des Landes. Zu den Feiertagen Nikolaus Sommer am 22. Mai und Nikolaus Winter am 19. Dezember versammeln sich hier Tausende von Menschen aus der Region Samara und anderen Regionen des Wolgagebiets.

Geo-Punkt

Часовня Николая Чудотворца в Беловке

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