Der Durchgang entstand hier in den Mitte der 1870er Jahre, als zwei mehrstöckige Mietskasernen errichtet wurden. Die zwischen ihnen entstandene Straße erhielt ihren Namen zu Ehren der Petrowskaja und wurde der Stadt übergeben.
Das Haus 18 wurde 1874 anstelle des Anwesens der Titows erbaut. Im frühen 18. Jahrhundert gehörte das Grundstück W.I. Weljaminoff-Sernow, dann ging es an W.A. Naschokin, der möglicherweise hier seine 'Aufzeichnungen' verfasste, die den Zeitraum von 1712 bis 1759 umfassen.
Die Familie Titow besaß das Grundstück seit dem frühen 19. Jahrhundert. Auf dem Anwesen wurde ein großer Garten angelegt, der zur Neglinnaja führte, wo sich ein Restaurant befand. In den Mitte der 1870er Jahre verkaufte die Kollegialrätin W.A. Titowa das Eigentum an die 'Gesellschaft der Petrowski-Linien'. Der Gründer der Gesellschaft, der Mäzen und Vertreter des Moskauer Kaufmannsstandes W.I. Jakuntschikow, besaß auch zwei Ziegelwerke und war Mitbegründer der Moskauer Handelsbank.
In den 1890er Jahren wurde das Projekt neuer Mietskasernen dem Architekten B.W. Freidenberg anvertraut. An der Planung und dem Bau waren auch K.K. Gippius sowie die Ingenieure K.I. Schestakow und A.N. Kardo-Sysow beteiligt.
Von der Petrowskaja-Seite wurde die Ecke des Hauses in Form eines Turms gestaltet, der den Turm des Hauses 20 spiegelbildlich reflektiert. Die reich verzierten Stuckgebäude, die sich gegenüberstehen, erinnern an die teuren Moskauer Passagen. Zur Neglinnaja hin hat das Gebäude einen rechteckigen mehrstöckigen Flügel.
Das Haus 18, auch bekannt als Haus 2 in den Petrowski-Linien, wurde 20 Jahre später von J.S. Poljakow erworben, und danach wurde es im Besitz von F.K. von Mekk.
Von Anfang an befand sich im Haus das Hotel 'Russland' mit Restaurant. Vor der Revolution war hier das 'Petrowski Theater der Miniaturen', in dem A. Vertinski auftrat.
Nach der Revolution wurde das Gebäude als Zweites Haus der Gewerkschaften bezeichnet. Hier trat W.I. Lenin zweimal auf: zuerst bei einer Versammlung der Moskauer Zentralen Arbeiterkooperative, dann auf dem Plenum des Allrussischen Zentralen Rates der Gewerkschaften.
Das Restaurant wurde in 'Ampir' umbenannt, später eröffnete hier das literarische Café 'Elit', und dann 'Trilistik', wo I. Ehrenburg, M. Zwetajewa, B. Saitzew und A. Tolstoi auftraten. Viele dieser Literaten akzeptierten die Revolution nicht und verließen Russland in den Jahren 1921-1922.
Im Jahr 1956 erhielt das Hotel und Restaurant den Namen 'Budapest', der bis heute erhalten bleibt.
Im Haus ist auch das Restaurant 'Aurora' eröffnet.
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