Am 18. August jährt sich die Gründung des Polizeidepartements des Innenministeriums der Russischen Empire zum 140. Mal.
Am 18. August 1880 wurde die zentrale Behörde geschaffen, die bis zur Februarrevolution 1917 die gesamte politische und kriminalpolizeiliche Arbeit im Land leitete. Dieses Ereignis stellte einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der inneren Sicherheitsorgane Russlands dar, da das zuvor zersplitterte System verschiedener Polizeitypen eine einheitliche Struktur erhielt.
Ohne das Polizeidepartement ist es schwer vorstellbar, nicht nur das zaristische, sondern auch das sowjetische System der inneren Sicherheitsorgane, das die grundlegenden Prinzipien und Arbeitsmethoden übernahm. Zu den Errungenschaften des Departements zählen die Schaffung von Sicherheits- und Ermittlungsabteilungen, Fahndungsstellen, die Einführung der Kriminalistik (Fingerabdruckanalyse, Anthropometrie, forensische Polizeifotografie), die Entwicklung moderner Verschlüsselungs- und Kryptographiesysteme, die Erstellung der ersten Registrierungsverzeichnisse von Kriminellen, ein weit verzweigtes Netzwerk von Geheimdiensten und Überwachung, die Organisation einer ausländischen Agentur zur Überwachung der russischen politischen Emigration, die Etablierung erster Geschäftskontakte und Kooperationen mit Polizeien verschiedener Länder, die Herausgabe der ersten spezialisierten Polizeizeitschrift „Polizeibote“ sowie die Einführung von Hunden im Polizeidienst.
In den 115 Jahren der Existenz des Innenministeriums der Russischen Empire wurden seine Mitarbeiter mit zahlreichen staatlichen Auszeichnungen geehrt. So erhielten beispielsweise 22 hochrangige Personen des Ministeriums die höchste Auszeichnung der Russischen Empire, den Orden des Heiligen Andreas, obwohl nur wenige von ihnen diese Auszeichnung für polizeiliche Tätigkeiten erhielten. Zu ihnen gehören der Chef der Gendarmerie A. H. Benkendorf, der Generalgouverneur von Moskau D. V. Golizyn, die Innenminister L. A. Perowski, S. S. Lanskoj und D. A. Tolstoi.
Im Innenministerium dienten so bekannte Persönlichkeiten wie I. S. Turgenew, A. I. Herzen und M. E. Saltykov-Schchedrin.
Das Gebäude des Innenministeriums ist Teil des Ensembles des Lomonossow-Platzes und erstreckt sich über ein großes Grundstück zwischen der Uferpromenade der Fontanka und der Zufahrt zum ehemaligen Schtschkino-Markt, heute Handelsgasse.
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