In der Nähe von Moskau, in Kolomna, befindet sich ein erstaunliches Haus, das an ein Schloss erinnert und eine verkleinerte Kopie des Winterpalais ist, das von Rastrelli entworfen wurde. Es ist ein dreigeschossiges Gebäude, wobei das dritte Geschoss als Dachboden genutzt wurde, das zweite für Wohnräume und im ersten die Küche und Vorratsräume untergebracht sind. Die Innenräume sind mit Gewölben, holländischen Kachelöfen, vergoldeten Stuckdecken geschmückt, und die Wände sind mit Seide und Stoff bezogen. Rund um das Haus erstreckt sich ein Park im regelmäßigen französischen Stil mit eleganten Parterres, gepflegten Rasenflächen und einer Lindenallee, die durch Brunnen und Pavillons zum Pavillon Hermitage führt. Dieser Gartenpavillon, der für Einsamkeit und Nachdenken gedacht ist, steht dem Hauptgebäude nur in der Größe nach, nicht aber in der Eleganz nach.
Im Jahr 1775 besuchte Katharina II. dieses Haus während ihres zweitägigen Besuchs in Kolomna. Sie empfing hier die Frauen und Töchter der Kaufleute und bewunderte ihre natürliche Schönheit und den Reichtum an Schmuck aus Perlen und Edelsteinen. N. Pisarjew erinnert sich, wie er einmal ein Miniaturporträt von Katharina II. in einem kolomenschen Kokoschnik und einer Halskette bei einem der hochgestellten Adligen sah. Aus dem Zeremonialprotokoll von 1775 ist bekannt, dass die Kaiserin in Kolomna nicht nur mit Brot und Salz, sondern auch mit Pastille empfangen wurde.
Die Familie Mischaninow war eine kaufmännische und sehr angesehene Familie. I. T. Mischaninow eröffnete als einer der ersten eine private Brennerei und später auch Tuchfabriken.
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