Viele Einwohner von Tambow kennen das schöne alte Gebäude in der Sergejewa-Czenski-Straße, Haus 2. Dieses Gebäude ist bekannt als ehemalige 19. Schule oder Sportschule Nr. 3. Ursprünglich befand sich hier das Erste Tambower Geistliche Seminar, das 1818 gegründet wurde. Diese Bildungseinrichtung stellte die mittlere Stufe der religiösen Ausbildung zwischen der Grundschule und dem theologischen Seminar dar. Normalerweise wurden Söhne von Geistlichen im Alter von 10-12 Jahren aufgenommen, die 5-6 Jahre lang im Internat unterrichtet wurden. Unter den Absolventen war der aus der Tambower Provinz stammende ehrwürdige Alter Amvrosij von Optina, der das Seminar 1830 abschloss.
Ursprünglich befanden sich die hölzernen Gebäude des Seminars und das Internat für die Schüler am Ufer des Flusses Tsna, aber später wurde das Gelände erheblich erweitert. 1893 wurde beschlossen, ein neues Ziegelgebäude zu errichten, dessen Entwurf der bekannte Tambower Architekt T.A. Swirczewski entwickelte. Das neue Gebäude wurde 1896 eröffnet. Das symmetrische Gebäude hatte zwei Etagen mit einem großen Untergeschoss. Die halbrunden Fensterbögen, runden Fenster der Giebel und die Fülle an Zierziegeln verleihen dem Bauwerk ein ausdrucksvolles Aussehen. Im zweiten Stock wurde die Hauskirche des Johannes Chrysostomus eröffnet.
Nach der Schließung des Seminars im Jahr 1918 wurde in dem Gebäude eine allgemeinbildende Schule untergebracht. Während des Großen Vaterländischen Krieges befand sich hier ein Evakuierungskrankenhaus, und an der Rückwand des Gebäudes erschien eine patriotische Inschrift für die Kämpfer der Roten Armee. Nach dem Bau eines neuen Schulgebäudes wurde der Komplex an Einrichtungen für die zusätzliche sportliche Ausbildung von Kindern übergeben. In der ehemaligen Hauskirche wurde ein Leichtathletik-Sportraum eingerichtet. Heute befinden sich hier die Sportbasis des pädagogischen Kollegs, eine Station für junge Touristen und eine Kinder- und Jugend-Sportschule für östliche Kampfkünste.
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