Ignatius Brjantschaninow, im weltlichen Leben Dmitri Alexandrowitsch Brjantschaninow, war ein Bischof der Russisch-Orthodoxen Kirche, anerkannter Heiliger, bekannter Theologe und Prediger.
Er wurde am 5. (18.) Februar 1807 in eine Adelsfamilie der Brjantschaninows geboren. Schon in der frühen Kindheit zeigte er eine Neigung zum Gebet und zur Einsamkeit, doch auf Drängen seines Vaters trat er in die Militärische Ingenieurschule in Petersburg ein, die er 1826 erfolgreich abschloss.
Statt einer weltlichen Karriere wählte er jedoch das Mönchtum und stellte einen Antrag auf Entlassung, der nach einer schweren Krankheit genehmigt wurde. Kurz nach seiner Genesung wurde er Novize im Alexander-Swirsky-Kloster und wechselte dann in die Optina-Wüste. Am 28. Juni 1831 nahm Dmitri Brjantschaninow die monastische Tonsur mit dem Namen Ignatius zu Ehren des heiligen Märtyrers Ignatius von Antiochien an, wurde bald darauf zum Hierodiakon geweiht und wurde drei Wochen später zum Hieromönch.
Sechs Monate später wurde er zum Abt des Pelshimski Lopotow-Klosters ernannt, und ein weiteres halbes Jahr später, am 28. Mai 1833, wurde er zum Igumen und erhielt das Angebot, das Nikolai-Ugrešski-Kloster zu leiten. Doch Kaiser Nikolaus I. beauftragte ihn mit der Wiederherstellung der Dreifaltigkeits-Sergius-Wüste bei Petersburg. Am 1. Januar 1834 wurde Ignatius im Kazan-Kathedrale in St. Petersburg zum Archimandriten erhoben.
Bis 1857 blieb er der Abt der Wüste und stellte erfolgreich ihren geistlichen und wirtschaftlichen Zustand wieder her. Hier wurde ein Chor gegründet, dem M. I. Glinka Ratschläge gab. Am 27. Oktober 1857 wurde Ignatius zum Bischof von Kaukasien und Schwarzmeer geweiht und reiste nach Stavropol, um die Diözese zu organisieren.
Von der Kindheit bis zu seinem Lebensende zeigte Bischof Ignatius außergewöhnliche Fähigkeiten und Fleiß. Trotz seiner dienstlichen Pflichten übersetzte er die Werke der alten Kirchenväter und schrieb eigene Werke.
Obwohl er die Diözese nur vier Jahre leitete, trugen seine Bemühungen erheblich zur Entwicklung des kirchlichen Lebens in der Region bei. Für seine Verdienste um das Vaterland wurde er mit dem Orden der hl. Anna 1. Klasse ausgezeichnet.
Aufgrund einer schweren Krankheit sah er sich gezwungen, um seine Entlassung zu bitten, und 1861 wurde sein Antrag genehmigt. Er begab sich in das Nikolai-Babai-Kloster in der Diözese Kostroma, wo er ein zurückgezogenes Gebetsleben führte und sich dem Schreiben widmete, wobei er bekannte Werke wie "Das Angebot an die moderne Mönchtum", "Vaterbuch", "Wort über den Tod" schuf. Er überarbeitete auch seine frühen Arbeiten und führte Korrespondenz mit seinen geistlichen Kindern. Bischof Ignatius starb am 30. April 1867. Am 6. Juni 1988 wurde er heiliggesprochen.
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