Große Wjasemy, eines der schönsten alten Anwesen in der Region Moskau. Es gehörte vielen bekannten Persönlichkeiten, darunter Boris Godunow und den Adligen Golizyn. Die Golizyn errichteten den steinernen Palast und die Wirtschaftsgebäude, einschließlich des Pferdestalls, die wir heute sehen.
An der Stelle des heutigen Anwesens befand sich einst das Dorf Nikolskoye-Vyazmy, das erstmals zur Zeit von Wassili III. erwähnt wurde. Dieser Ort wurde bekannt als das Erbe von Boris Godunow. Von den Bauwerken dieser Zeit sind nur die steinerne Spaso-Transfiguration-Kathedrale und der Glockenturm erhalten geblieben, in dem zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Bruder von Alexander Puschkin, Nikolai, beigesetzt wurde. Die anderen Gebäude des Anwesens von Godunow waren aus Holz und sind nicht erhalten geblieben. Während der Wirren war hier der Landsitz von False Dmitri, an dessen Mauern Schneekämpfe stattfanden. Nach seiner Ermordung gehörten die Ländereien lange Zeit dem Hofamt der neuen Dynastie Romanow.
Ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Anwesens begann 1694, als Peter der Große es seinem Mentor Boris Golizyn schenkte. Hundert Jahre später errichteten seine Nachkommen einen großen steinernen Palast und zahlreiche Wirtschaftsgebäude, die bis heute erhalten sind. Das Anwesen zog Aufmerksamkeit auf sich: 1812 war hier das Hauptquartier von Kutuzov, und später besuchte Napoleon, der seinen Soldaten verbot, das Anwesen zu plündern. Auch der Kaiser Alexander I. und viele Generäle der russischen Armee, deren Porträts jetzt die untere Bibliothek des Herrenhauses schmücken, waren hier.
1813 ging das Anwesen an den Moskauer Generalgouverneur Dmitri Golizyn, der hier Besucher empfing. Der kleine Puschkin war oft im Anwesen und verbrachte die Ferien im benachbarten Gut seiner Großmutter. Es waren Zeiten des kulturellen Aufschwungs, des Lesens interessanter Bücher, von Hausabenden und Theateraufführungen, der Suche nach Wahrheit und der Schaffung von Neuem.
Leider erwarteten die Besitzer des Anwesens und die Gebäude selbst schwere Zeiten, aber darüber werden wir im zweiten Teil unserer Erzählung berichten.
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