Die Große Kolywanskaja Vase, eines der Hauptsymbole der Region Altai, ist im Wappen und auf der Flagge der Region abgebildet. Dieses steinerne Meisterwerk aus Jaspis, bekannt als "Königin der Vasen", ist die größte Schale der Welt. Sie wiegt 19 Tonnen und hat eine Höhe von 2,57 Metern, mit einem kleinen Durchmesser von 3,22 Metern und einem großen von 5,04 Metern.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts funktionierten im Russischen Kaiserreich drei Steinmetzfabriken, von denen eine, die Kolywanskaja, im Altai lag. Dort wurde 1819 auf dem Berg Rewnucha ein riesiger Jaspis-Monolith mit einer Länge von bis zu 11 Metern gefunden, der im Bearbeitungsprozess auf 5,6 Meter verkleinert wurde. Der Fund wurde Kaiser Alexander I. gemeldet.
Im Jahr 1820 bereitete der Architekt Abraham Melnikow die Zeichnung der Vase vor, aber die Arbeit begann erst neun Jahre später, nach der Herstellung von Modellen.
Rund hundert Meister bearbeiteten den Monolithen zwei Jahre lang von Hand. Dann transportierten 567 Personen ihn über 30 Werst. In der Fabrik in Kolywani wurde das Ornament auf den Jaspis aufgebracht, die Oberfläche poliert und das Innere hohl gemacht. Im Sockel wurde ein Loch für eine Stahlstange gebohrt, um ihn mit dem Fuß der Schale zu verbinden.
Die Arbeiten wurden 1843 abgeschlossen, und die Vase begann ihren schwierigen Weg nach St. Petersburg, wo sie im August des folgenden Jahres ankam.
Aufgrund ihrer enormen Größe konnte die Vase jedoch nicht sofort im Palast untergebracht werden. Sie wurde vorübergehend bei der Anichkow-Brücke gelassen und dann an die Uferpromenade gebracht, während ein Platz für ihre Aufstellung vorbereitet wurde.
Kaiser Nikolaus I. beschloss, die Exponate des Winterpalastes für das einfache Volk zugänglich zu machen. Auf seinen Befehl begann 1842 der Bau des Neuen Ermitage.
Im Jahr 1849 wurde die Vase im ersten öffentlichen Kunstmuseum des Landes aufgestellt. Zunächst befand sie sich in einem Durchgang, aber dann errichteten 800 Bauarbeiter Wände und ein Dach um sie herum.
Bis 1851 war der Neue Ermitage vollständig fertig. Die "Königin der Vasen" befindet sich dort bis heute und beeindruckt mit ihren Ausmaßen und ihrer Schönheit.
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