Die Frau des Kaufmanns der ersten Gilde, Anna Iwanowna Gladkowa, widmete sich der Schaffung eines städtischen Krankenhauses für Infektionskranke in Kursk. Im Jahr 1900 diskutierte der kommissarische Stadtoberhaupt A.W. Alechin mit ihr über die Notwendigkeit der Errichtung eines Krankenhauses, insbesondere für die von Epidemien Betroffenen.
Die neue medizinische Einrichtung sollte zur Isolation von Kranken im Falle von Massenkrankheiten dienen und die Ausbreitung von Infektionen unter der Bevölkerung verhindern. Nach eingehender Prüfung des Themas beauftragte Gladkowa Alechin mit der Entwicklung eines Projekts im Wert von 15.000 Rubel und bat darum, ihren Namen nicht zu nennen. Die ärztlich-sanitäre Kommission stellte fest, dass mindestens 30.000 Rubel erforderlich sein würden, und schlug den Bau eines Gebäudes mit zwei isolierten Räumen vor. Gladkowa erklärte sich bereit, die notwendigen Mittel bereitzustellen, und beauftragte den Architekten S. Serebrowski mit der Planung des Krankenhauses. Ihr Sohn, Iwan Pawlowitsch, war aktiv an dem Projekt beteiligt, obwohl die Kostenschätzung die 30.000 Rubel erheblich überstieg.
Die Stadtverordnetenversammlung von Kursk sprach Gladkowa ihren tiefen Dank aus und stellte ein Grundstück auf dem Jamskaja-Hügel, in der Nähe des Alexanders Hauses zur Unterstützung der Armen, zur Verfügung. Nach dem Tod von Anna Iwanowna am 26. März 1901 vollendete Iwan Pawlowitsch den Bau des Krankenhauses. Mehr als ein Jahr wurde für die innere Ausstattung benötigt, und am 14. März 1904 wurde das Krankenhaus feierlich eröffnet. Die Stadtverwaltung schlug vor, im Gebäude ein Porträt von Anna Iwanowna anzubringen und Iwan Pawlowitsch den Titel eines lebenslangen Ehrenkurators zu verleihen.
Mit dem Beginn der Ära des Vergessens der eigenen Geschichte wurde der Name Gladkowa vergessen, und das Krankenhaus erhielt den Namen des ersten Volkskommissars für Gesundheit, Semashko. Der Ort der Beisetzung Gladkowas ist unbekannt, aber das Infektionskrankenhaus bleibt ihr bestes Denkmal. Es ist an der Zeit, Anna Iwanowna, den Stolz unserer Stadt, die Ehre zu erweisen und dem Krankenhaus ihren Namen zurückzugeben.
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