Das Historische und Heimatmuseum Boguchar nahm seine Tätigkeit im Jahr 1911 auf. Zu seinen wertvollsten Exponaten gehört der Wandteppich „Baum des Lebens“, auch bekannt als „Heimatland“, geschaffen von A. M. Kischenko und G. Beltyukova. Dieser Wandteppich hat die Maße 7 mal 4 Meter und ist aus Wolle gefertigt. Einen besonderen Platz im Museum nimmt die Ausstellung „Puppen in Volkstrachten“ ein, die das Erbe der drei Schwestern „Starinka“, V. J. Gorbatcheva, G. J. Sysoyeva und Z. J. Tkacheva, präsentiert. Diese einzigartigen handgefertigten Puppen sind in Museen und privaten Sammlungen auf der ganzen Welt zu sehen.
Die Grundlage des Museums bildet eine Sammlung alter festlicher Bauernkleidung aus verschiedenen Landkreisen der Region Woronesch. Galina Sysoyeva sammelte diese Sammlung über 30 Jahre lang und dokumentierte parallel dazu Volkslieder während folkloristischer Expeditionen. Im Jahr 1995 wurde in den USA der Film „Russland. Verborgene Erinnerungen“ gedreht, der den Volksbräuchen und der Sammelarbeit von Galina Jakovlevna Sysoyeva gewidmet ist und fünf nationale Auszeichnungen erhielt.
Im Museum sind zwei Hauptausstellungen zu sehen. Die erste, eine ethnografische Sammlung von Volkstrachten und Alltagsgegenständen, wurde in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts von Galina Jakovlevna Sysoyeva, Professorin an der Woronescher Staatsakademie der Künste, zusammengestellt. In der Sammlung sind festliche Bauernkleidung aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu sehen, einschließlich vollständiger Kostüme, Kopfbedeckungen, Tücher, Schals, Schmuck und bestickte Tücher. Auch Fotografien von Dorfbewohnern in traditionellen Kostümen und Bücher über die Volkstracht sind ausgestellt. Besucher können sich in Volkstrachten fotografieren lassen.
Der Ausstellungsraum des Museums, der im Haus für Volkskunst und Handwerk untergebracht ist, zeigt Arbeiten lokaler und eingeladener Meister sowie Gemälde aus dem eigenen Fundus. Derzeit verfügt das Museum über mehr als 20.000 Exponate im Hauptbestand und etwa 11.000 Hilfsstücke. Jährlich besuchen etwa 15.000 Menschen das Museum.
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