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Klavdiya Alexeyevna Bogachyova

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Während des Ersten Weltkriegs entstand in unserem Land eine ganze Gruppe von Kriegerinnen. Eine der mutigsten war Klavdiya Alexeyevna Bogachyova. Doch lange Zeit wusste niemand von ihren Heldentaten, da sie unter einem männlichen Namen kämpfte. Klavdiya wurde in der Samara-Region in einer großen Bauernfamilie geboren. Als sie erwachsen wurde, arbeitete sie als Dienstmädchen im Haus wohlhabender Leute und träumte davon, in ein medizinisches Institut einzutreten. Doch 1914 änderte sich alles. Mit dem Beginn des Krieges stieg in Russland die Welle des Patriotismus, und die junge Frau blieb nicht untätig. Sie erwarb gefälschte Dokumente auf den Namen Nikolai Alexeyevich Bogachyov, ließ sich die Haare kurz schneiden und zog sich in Männerkleidung an, um an die Front zu gehen. Es gelang ihr, sich als Grenadier im Pernov-Regiment einzuschreiben.

Im Frühjahr 1915 war sie zum ersten Mal unter Beschuss. Die Kompanie von Bogachyova deckte den Vorstoß der russischen Truppen, und die Deutschen konzentrierten den Artilleriebeschuss auf ihre Positionen. Die Soldaten versteckten sich panisch in den Gräben, doch Klavdiya, die ihre Angst überwand, begann, Granaten zu den Geschützen zu bringen, trotz der Gefahr. Für diese Tat wurde sie mit der Georgsmedaille ausgezeichnet.

Die nächste Auszeichnung erhielt Bogachyova einige Monate später. Während einer Aufklärung stieß ihre Einheit auf feindliche Späher. Trotz ihrer zierlichen Statur und mangelnder Nahkampferfahrung stürzte Klavdiya als Erste in den Angriff. Die Deutschen, von ihrem Elan überwältigt, zogen sich zurück, und Bogachyova nahm einen Gefangenen. Dafür wurde sie mit dem Georgskreuz ausgezeichnet. Doch bald entdeckte die medizinische Kommission zufällig, dass unter dem Namen Nikolai eine Frau kämpfte. Das wurde zu einem großen Missgeschick, und Klavdiya Alexeyevna wurde demobilisiert. Später schloss sie medizinische Kurse ab und diente an der Front als Krankenschwester, und nach dem Krieg lebte sie in Moskau und führte ein ruhiges Familienleben.

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