Graf Ilya Andrejewitsch Bezborodko, geboren am 16. Februar 1756 und gestorben am 8. Juni 1815 in Sankt Petersburg, war ein russischer General und Teilnehmer an den Russisch-Türkischen Kriegen. Er war der jüngere Bruder des Fürsten A. A. Bezborodko, Kanzler des Russischen Kaiserreichs, und der Sohn von Andrei Jakowlewitsch Bezborodko, dem Generalsekretär der Zaporoger Armee.
Ilya Andrejewitsch begann seinen Militärdienst im Alter von 15 Jahren und nahm 1773 und 1774 an Kämpfen gegen die Türken teil. 1785 wurde er Brigadier und Mitglied der Hauptproviantkanzlei und erhielt den Orden des Heiligen Wladimir 3. Klasse. Im folgenden Jahr wurde er zum Generalmajor befördert. 1790 diente er unter dem Kommando von A. V. Suworow und kommandierte bei der Belagerung von Ismail die Kolonnen des linken Flügels, wofür er mit dem Annenband und dem Orden des Heiligen Georg 3. Klasse ausgezeichnet wurde. Für seinen Mut bei der Einnahme von Ismail erhielt er zudem ein goldenes Schwert mit Diamanten.
1795 wurde Bezborodko zum Generalleutnant befördert, und am 5. April 1797 verlieh ihm Kaiser Paul Petrowitsch den Orden des Heiligen Alexander Newski. Im folgenden Jahr wurde er wirklicher geheimer Rat und Senator. Nach dem Tod seines Bruders erbte Ilya Andrejewitsch dessen Vermögen und trat 1800 in den Ruhestand. Er war bekannt als tapferer Soldat und ehrlicher Mensch, der Hofintrigen mied.
Am 29. Juli 1805 verlieh ihm Kaiser Alexander I. den Orden des Heiligen Wladimir 1. Klasse für eine Spende zur Gründung eines Gymnasiums in Nischin. Er stellte dafür 210.000 Rubel zur Verfügung und verpflichtete sich, jährlich 150.000 Rubel zu zahlen, um 3.000 Bauern zu unterstützen. Das Gymnasium, das den Namen Nischiner Gymnasium der höheren Wissenschaften trug, wurde 1820 eröffnet, und seine Bibliothek basierte auf der persönlichen Buchsammlung von A. Bezborodko. Ilya Andrejewitsch war auch Freimaurer.
Graf Bezborodko starb 1815 im Alter von 59 Jahren an Fieber, während er das Amt des Vorstehers des Adels der Petersburger Provinz innehatte. Seine Überreste ruhen in der Alexander-Newski-Lawra.
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