Dieses Haus in der Neuen Basmannstraße, bekannt als „nicht brennbar“, war berühmt für seine Gemäldegalerie, die von Zeitgenossen als das Moskauer Ermitage im Miniaturformat bezeichnet wurde. Hier konnte man eine Vielzahl von Kunstgegenständen sehen, die mit Eleganz und Geschmack präsentiert wurden.
Das große Anwesen, das sich fast bis zur Alten Basmannstraße erstreckte, wurde in den 1790er Jahren für Nikita Nikititsch Demidow (den Jüngeren), einen Vertreter der bekannten Dynastie der Uralindustriellen, erbaut. Demidow erwarb dieses Grundstück von Graf N.A. Golowin und errichtete anstelle der alten Holzgebäude ein großes dreistöckiges Steinhaus mit zwei symmetrischen Flügeln und einem Wirtschaftsflügel im Innenhof.
Das architektonische Erscheinungsbild des Hauses, das für den frühen Klassizismus charakteristisch ist, hat bis heute überdauert. Die Hauptfassade ist mit Pilastern mit korinthischen Kapitellen, Nischen mit feiner Stuckdekoration, Rosetten im Fries und Rustika auf der Ebene des ersten Stocks geschmückt. Zwischen dem Hauptgebäude und den Flügeln ist eine steinerne Umfriedung mit Torpfeilern erhalten geblieben.
Im Jahr 1805 erwarb der Fürst Michail Petrowitsch Golizyn, Stallmeister und wirklicher Kammerherr, das Anwesen, der zuvor ein Anwesen in der Alten Basmannstraße besessen hatte. Nach dem Brand von 1812 wurde das Haus Golizyns als „nicht brennbar“ bekannt, da es im Feuer überlebt hatte.
Im Jahr 1834 kaufte der Fürsorgliche Rat der öffentlichen Wohlfahrt das Anwesen zur Einrichtung eines Waisenhauses. Im Jahr 1837 wurde die Hauskirche der Himmelfahrt der heiligen Anna erbaut, deren Apsis von der linken Seite des Hauptgebäudes sichtbar ist.
Im Jahr 1876 wurde hier das Basmann Krankenhaus für Tagelöhner eingerichtet, das nach den Plänen des Architekten A.A. Meingard umgebaut wurde. Es war eines der größten Krankenhäuser Moskaus mit 660 Betten. Der erste Chefarzt war der Doktor der Medizin Peter Nikolajewitsch Fedorow, der Vater des bekannten Leibchirurgen Sergej Petrowitsch Fedorow.
Das Krankenhaus ist auch heute noch als Städtisches Klinisches Krankenhaus für Notfälle Nr. 6 in Betrieb. In den Innenräumen des Hauptgebäudes sind die ursprünglichen gewölbten Räume im Erdgeschoss und das prächtige Vestibül mit paarweisen dorischen Säulen erhalten geblieben, das wahrscheinlich in den 1830er Jahren geschaffen wurde.
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