Der Brunnen auf dem Platz vor dem Stadtbahnhof wurde durch ein ikonisches Kriegsfoto bekannt, auf dem die Skulpturen von Kindern, die einen Reigen tanzen, vor brennenden Häusern in Stalingrad festgehalten sind. Er wurde 1935 errichtet und zeigt eine Szene aus dem Werk von Kornei Tschukowski "Barmaley". Ähnliche Kompositionen gab es in vielen sowjetischen Städten, aber gerade der Wolgograder Brunnen wurde durch die Aufnahmen des Journalisten Emmanuel Jewzerichin berühmt, die nach dem Luftangriff der deutschen Luftwaffe gemacht wurden.
Der Brunnen war bei den Stadtbewohnern sehr beliebt. In der Mitte standen auf einem Sockel sechs fröhliche Pioniere, die um einen eingerollten Krokodil tanzten, während am Rand Frösche mit offenen Mündern saßen, aus denen Wasserstrahlen spritzten. Die Figuren der Kinder wurden in Charkow nach dem Entwurf von Romuald Iodko gefertigt. Während des Transports wurden sie stark beschädigt, aber vor Ort wurden sie restauriert und mit Kalkfarbe überzogen, um die Schäden zu verbergen.
Heute gibt es in Wolgograd zwei Kopien dieses Brunnens. Die Originale sind auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR nicht erhalten geblieben. Im Jahr 2013 wurde der Brunnen auf Initiative des Motorradclubs "Nachtwölfe" an seinem ursprünglichen Standort auf dem Bahnhofsvorplatz wiederhergestellt. Er wurde um 20 cm erhöht und aus modernem Kunststoff gefertigt. Die zweite Kopie, die im Originalmaßstab gefertigt wurde, befindet sich am Fuße der Gerhardt-Mühle, stellt jedoch lediglich eine skulpturale Komposition dar und keinen Brunnen.
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