Im Jahr 1992 wurde die Entscheidung zur Gründung des Literaturmuseums Archangelsk bei der regionalen Organisation der Freiwilligen Gesellschaft der Buchliebhaber getroffen. Am 27. März 1997 erhielt es einen neuen Namen, die autonome gemeinnützige Organisation (ANO) „Literaturmuseum Archangelsk“. Die Gründer waren das Ehepaar Boris Michailowitsch und Ludmila Wladimirowna Egorow.
Im Museum sind Ausstellungen zu Leben und Werk von Persönlichkeiten wie Fjodor Abramow, Boris Schergin, Stepan Pisachow, Wladimir Lichutin, Nikolai Rubzow, dem heiligen Gerechten Ioann von Kronstadt, Kosma Prutkow sowie den Übersetzern Maria Pikkel und Raissa Frenkel und anderen vertreten.
Die Bestände des Museums umfassen über hunderttausend Objekte, darunter originale Fotografien, Briefe und Manuskripte von Schriftstellern und Dichtern des Russischen Nordens, das Familienarchiv der Nachkommen von A.S. Puschkin und zahlreiche Bücher mit Autogrammen der Autoren.
Die ständige Ausstellung „Puschkin in Archangelsk“ umfasst zahlreiche Ausgaben der Werke des großen Dichters in mehr als 70 Sprachen der Welt. Viele dieser Bücher wurden von Staatsmännern Russlands und anderer Länder, wie Wladimir Putin, Nursultan Nasarbajew, Alexander Lukaschenko und der Königin der Niederlande Beatrix, geschenkt. Die Sammlung mit den Autogrammen der Schenkenden wird ständig erweitert.
Besucher können die Tagebücher und Arbeitshefte von Boris Schergin, das Manuskript des Romans „Zwei Winter und drei Sommer“ von Fjodor Abramow, das Manuskript des Romans „Ljubostai“ von Wladimir Lichutin sowie ein antikes Sofa sehen, auf dem der gerechte Ioann von Kronstadt Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts ruhte.
Eine der Ausstellungen, die den Schriftstellern des Russischen Nordens gewidmet ist, enthält Dokumentationsmaterialien über das Leben und Werk des bekannten russischen Folkloristen und Volksschriftstellers Boris Schergin.
Im Museum wird auch aktiv Forschungsarbeit geleistet und Bücher veröffentlicht.
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