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Aleksejewski-Palast in Sankt Petersburg, Mischung aus Stilen und Formen

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Sankt Petersburg, einst die Hauptstadt des Russischen Reiches, ist berühmt für seine Paläste und Parks. Hier gibt es zahlreiche Herrenhäuser und Anwesen, die einst Mitgliedern der kaiserlichen Familie gehörten.

Unter den prächtigen Gebäuden, die hauptsächlich im Stadtzentrum liegen, sticht der Aleksejewski-Palast hervor. Seine einzigartige Architektur und die Lage zwischen Marinekasernen und Werften machen ihn besonders. Warum wählte der Besitzer gerade dieses maritime Viertel für sein Zuhause? Und warum erinnern sich die Stadtbewohner bis heute mit Wärme daran?

Das Anwesen am Ufer des Flusses Moika entstand nicht auf Anhieb. Die Architekten mussten zwei benachbarte Grundstücke zusammenlegen, um ein Anwesen für Großfürst Alexei Alexandrowitsch zu schaffen. In den Jahren 1846 und 1848 baute der Architekt Nikolai Jefimow das alte Steinhaus um und fügte einen neuen Flügel hinzu. 1849 wurde das Gebäude erweitert und erinnerte dank des Dachgeschosses mit Balustrade und Büsten an einen Palast. Später erhielt der westliche Flügel ein zweites Stockwerk, und auf der gegenüberliegenden Seite entstand ein neuer Trakt.

Das Anwesen wechselte oft die Besitzer, bis Großfürst Alexei Alexandrowitsch, der Sohn von Kaiser Alexander II., 1882 beschloss, hier zu wohnen. Als Chef der Marine bevorzugte er das maritime Viertel. Für den Bau des Palastes wurde der Architekt Maximilian Messmacher eingeladen, der 1885 die Arbeiten abschloss. Er bewahrte die Höhe des Gebäudes, fügte Türme hinzu und schmückte die Fassade. Der Palast erinnerte an eine mittelalterliche französische Burg.

Die Inneneinrichtung des Palastes stand der äußeren Pracht in nichts nach. Die Prunkräume vereinten antike Klassik, Barock, Rokoko, den Orient und das alte Russland. Jeder Raum hatte seine Bestimmung: Tanzsäle, Empfangsräume, Schlafzimmer und Büros. Besonders auffällig waren der Englische Saal mit Stuck und das chinesische Wohnzimmer mit mythischen Drachen.

Nach dem Tod des Großfürsten im Jahr 1909 ging der Palast an seine Erben über. Eine Zeit lang wurde er vermietet und dann verkauft. 1917 wurde das Gebäude nationalisiert und von verschiedenen Organisationen genutzt. Während der Blockade wurde hier ein Lager eingerichtet. Später befand sich im Gebäude das Bezirks-Pionierhaus, in dem Gruppen und Sektionen stattfanden.

Im Jahr 2005 erhielt der Palast einen neuen Besitzer. Auf Initiative des Rektors der Konservatoriums, Jewgeni Roldugin, wurde hier ein Haus der Musik geschaffen. Nach der Restaurierung im Jahr 2009 öffnete der Palast erneut seine Türen. Hier finden Konzerte, Meisterkurse und Führungen statt, und es werden junge Talente gefördert sowie klassische Musik populär gemacht.

Geo-Punkt

Алексеевский дворец в Санкт-Петербурге, смешение стилей и форм

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